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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Rückschau: Stadtansichten 3

Stadtansichten 3+4


 

Das Stadt­pla­nungs­amt lud alle, denen die räumliche Zukunft Karlsruhes am Herzen liegt, zu mobilen "Stadt­an­sich­ten" ein. Ortskenner und Planungs­ex­per­ten, Fachleute und inter­es­sier­te Karlsruher erkundeten im Rahmen moderier­ter Touren die Schlüs­sel­the­men des Räumlichen Leitbilds vor Ort. Wo liegen Potentiale und Probleme - welche Ideen und Strategien für die Entwick­lung Karlsruhes könnte das Leitbild hier aufzeigen?

 

Stadt­an­sicht 3: Schwer­punkt Freiraum
"Auf dem Rad durch den Hardtwald"

Donnerstag, 30. April

Download: Route zum Nachfahren! (PDF, 262 KB)

Den Wald erlebbarer machen. Das war durchaus ein Anliegen bei den Gesprächen mit Experten von Stadt­pla­nungs-, Forst- und Garten­bau­amt sowie Dr. Dirk-Michael Harmsen (Verein Hardt­wald­freun­de). Größere Eingriffe lehnte die Mehrheit jedoch ab. Auch, weil ein Natura 2000-Gebiet einen Rahmen vorgibt.

Ein weiterer Konflikt tut sich durch die FSC-Zerti­fi­zie­rung (nach­hal­tige Waldwirt­schaft) auf, die mit Restrik­tio­nen bei der Erschaf­fung von Freiflä­chen einher geht. Wie Harmsen befürch­te­ten viele, dass Leitbild-Ideen zur Freiraum­ge­stal­tung die Nordtan­gen­ten-Diskussion wieder­be­le­ben könnte. Die Options­trasse für die Nordtan­gente zog sich in der Planungs­werk­statt 2014 durch die Diskussion. Politisch wird der Mittelteil der Tangente nicht weiter verfolgt. Warum also dieses "grüne Band" nicht mit einer anderen Nutzung belegen?

"Inwert­set­zung" nennt etwa das Team Machleidt/ sinai / SHP seinen Ansatz, hier die Handlungs­fel­der "Land­schaft", "Stadt­raum" und "Mobi­li­tät" für Freiraum­nut­zung und Weiter­ent­wick­lung zu verzahnen. Ein durch­ge­hen­der "Waldpark" in Ost-West-Richtung mit mehr Licht und weiteren Funktio­nen? Ein breiter asphal­tier­ter Rad(schnell)­weg zwischen Neureut und der Waldstadt oder gar eine neue Tramlinie? Für eine Tramlinie sehen die VBK keinen Bedarf, infor­mierte Sigrun Hüger, beim Stadt­pla­nungs­amt mit dem Projekt Räumli­cher Leitbild betraut.

Den Wald erlebbar machen mit inhalts­be­zo­ge­nem Ansatz, ihn aber nicht zur grünen Kulisse für einen Erleb­nis­raum zu machen, lautete die Empfehlung von Forst­amts­lei­ter Ulrich Kienzler. Kleine, landwirt­schaft­lich-ökolo­gi­sche bedeutsame Waldlich­tun­gen ja, größeren Rodungen als Gestal­tungs- und Freizeit­ele­ment für einen Landschaftspark erteile er eine Absage.

Typisch für den ohnehin lichten Wald seien alte Eichen, an die etwa der Heldbock stark gebunden sei, erläu­ter­te Hans-Volker Müller vom Garten­bau­amt mit Blick auf die Ausweisung als Schutz­ge­biet Natura 2000. Wo Eltern mit Kinder­wa­gen und andere Ruhebe­dürf­tige unterwegs sind, "können E-Bikes nicht durch­don­nern", war Meinung in der Gruppe, für E-Bikes die Wege zu verbrei­tern, der falsche Weg. Rad-Verbin­dun­gen gebe es ausrei­chend. Die Bitte nach mehr Orien­tie­rung, griff Kienzler gerne auf.

Helga Riedel
aus der Stadt­zei­tung 8. Mai 2015

 

Baubürgermeister Michael Obert begrüßt die Teilnehmer vorm Schlossturm

Baubürgermeister Michael Obert begrüßt die Teilnehmer vorm Schlossturm


Station 1: Vorbei an alten Baumbeständen, die sorgsam gepflegt werden müssen

Station 1: Vorbei an alten Baumbeständen, die sorgsam gepflegt werden müssen


Station 2: Querverbindungen und Orientierung im Wald

Station 2: Querverbindungen und Orientierung im Wald


Station 3: Problemstellen der Zugänge zum Hardtwald.

Station 3: Problemstellen der Zugänge zum Hardtwald.


Station 4: Schutzgebiet NATURA 2000 - Alte Eichenbestände sind das Zuhause des Heldbocks<br><br>Bilder: M. Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt

Station 4: Schutzgebiet NATURA 2000 - Alte Eichenbestände sind das Zuhause des Heldbocks

Bilder: M. Müller-Gmelin, Stadtplanungsamt