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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Höhenentwicklungskonzept



Anlass

Mit Beschluss des Räumlichen Leitbilds wurde der Anspruch ­for­mu­liert, Karlsruhe möglichst nicht weiter in die Fläche wach­sen zu lassen. Aufgrund der hohen Attrak­ti­vi­tät der Stadt­ ­steigt jedoch die Bevöl­ke­rungs­zahl seit vielen Jahren stetig an und auch Gewer­be­trei­bende stehen Schlange, um ihre Betriebe in Karls­ruhe ansiedeln zu können.
Wenn der Wachstum in die Fläche gestoppt wird, inner­städ­ti­sche ­Frei- und Grünflä­chen nicht überbaut werden sollen aber ­gleich­zei­tig die steigenden Miets- und Wohnungs­kos­ten nicht ak­zep­tiert werden, bleibt in der Konsequenz nur eine Entwick­lung in der dritten Dimension.


Konzept

Aufgrund ihrer Exposition müssen sich hohe Gebäude besonders gut in die Stadt einfügen. Das Höhen­ent­wick­lungs­kon­zept behan­del­t da­her den Umgang mit allen Gebäuden, deren Höhen die Re­gel­bau­weise deutlich überschrei­ten. Das Konzept hat dabei ­fol­gen­den Anspruch: jedes hohe Gebäude muss einen Mehrwert für Karls­ruhe erzeugen!
Die Mehrwerte können in unter­schied­li­chen Aspekten erzeug­t wer­den, beispiels­wei­se

  • Wohnraum: die Bereit­stel­lung von zusätz­li­chem Wohnraum in auf­ge­setz­ten Geschos­sen
  • Klima: eine Verbes­se­rung des Lokal­kli­mas, z.B. durch­ ­ge­schickte Fassa­den­be­grü­nung und Beschat­tung
  • Städtebau: die Betonung eines Stadt­ein­gangs, einer wichti­gen In­nen­stadt­achse oder einer öffent­li­chen Insti­tu­tion

Nicht jeder Bereich von Karlsruhe ist dabei gleich gut oder schlecht geeignet für eine hohe Bebauung. Die Stadt ist daher in Zonen eingeteilt, mit jeweils unter­schied­li­chen Anfor­de­run­gen und unter­schied­li­cher Bauhöhe.
Das Höhen­ent­wick­lungs­kon­zept wird vom Büro sa_part­ners in Ko­ope­ra­tion mit dem bureau für Raument­wick­lung erarbeitet. Der Pro­zess wird begleitet von einem Exper­ten­gre­mium, bestehend aus be­kann­ten Stadt­pla­nern, Fachleuten und verschie­de­nen Karls­ru­her Äm­tern. Im Planungs­aus­schuss wird das Konzept mit der Politi­k rück­ge­kop­pelt.


Betei­li­gung

Da hohe Gebäude weithin sichtbar sind und das Stadtbild prägen ­kön­nen, wird das Konzept in Rückspra­che mit der Bevöl­ke­rung ­ent­wi­ckelt. Ein erster Workshop fand im Juli 2018 statt, in ihm wurde über Wünsche und Hoffnungen, aber auch Sorgen und Ängste der Bevöl­ke­rung beim Umgang mit hoher Bebauung diskutiert. Ein zwei­ter Workshop ist für den 17. September, von 19 bis ca. 21:30 Uhr angesetzt. In ihm wird das Konzept vorge­stellt und über ­Ge­wich­tun­gen und Wertungen der einzelnen Aspekte diskutiert.

 

Nächster öffent­li­cher Workshop am
17. September 2019 ab 19:30 Uhr