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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Konzept Höhenentwicklung Karlsruhe

    Programmatische Kriterien             Räumlich-gestalterische Kriterien


Anlass

Mit Beschluss des Räumlichen Leitbilds wurde der Anspruch ­for­mu­liert, Karlsruhe möglichst nicht weiter in die Fläche wach­sen zu lassen. Aufgrund der hohen Attrak­ti­vi­tät der Stadt­ ­steigt jedoch die Bevöl­ke­rungs­zahl seit vielen Jahren stetig an und auch Gewer­be­trei­bende stehen Schlange, um ihre Betriebe in Karls­ruhe ansiedeln zu können.
Wenn der Wachstum in die Fläche gestoppt wird, inner­städ­ti­sche ­Frei- und Grünflä­chen nicht überbaut werden sollen aber ­gleich­zei­tig die steigenden Miets- und Wohnungs­kos­ten nicht ak­zep­tiert werden, bleibt in der Konsequenz nur eine Entwick­lung in der dritten Dimension.

Konzept

Aufgrund ihrer Exposition müssen sich hohe Gebäude besonders gut in die Stadt einfügen. Das Höhen­ent­wick­lungs­kon­zept behan­del­t da­her insbe­son­dere den Umgang mit Gebäuden, deren Höhen die Re­gel­bau­weise deutlich überschrei­ten.

Das Konzept hat dabei folgenden Anspruch: jedes hohe Gebäu­de muss einen Mehrwert für Karlsruhe erzeugen!

Zukünf­tige Planungen von hohen Gebäuden werden daher zum einen auf Program­ma­ti­schen Kriterien geprüft, also z.B. die Art der Nutzung und die Klima­wirk­sam­keit der Gebäude selbst. Da nicht jeder Bereich von Karlsruhe für eine hohe Bebauung gleich gut oder schlecht geeignet ist, spielen zum anderen Räumlich-gestal­te­ri­schen Kriterien eine Rolle, welche ­sich aus der Lage des Gebäudes in der Stadt ergeben.

Betei­li­gung

Da hohe Gebäude weithin sichtbar sind und das Stadtbild prägen ­kön­nen, wurde das Konzept in Rückspra­che mit der Bevöl­ke­rung ­ent­wi­ckelt. Ein erster Workshop fand im Juli 2018 statt, in ihm wurde über Wünsche und Hoffnungen, aber auch Sorgen und Ängste der Bevöl­ke­rung beim Umgang mit hoher Bebauung diskutiert. Ein zwei­ter Workshop, in dem das Konzept vorge­stellt und ins­be­son­dere Anregungen bezüglich der gefor­der­ten Mehrwer­te ­ge­sam­melt wurden, fand am 17. September 2019 statt.

Das Konzept wurde am 21. Januar 2020 im Gemein­de­rat einstim­mig ­be­schlos­sen.