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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Städtebauliches Entwicklungskonzept Ettlinger Tor - Südwestseite

Werkstattverfahren zur baulichen Neukonzeption

Ettlinger Tor - Südwestseite


Aktuelle Meldungen

Ettlinger Tor: "Unser Ziel ist maximale Transparenz"

 

Gebäu­de­en­sem­ble des Karlsruher Landrat­samts

Gegen­stand der Betrach­tung ist die Südwest­seite des Ettlin­ger Tors, auf dem das Gebäu­de­en­sem­ble des Karlsruher Landrat­sam­tes ­ver­or­tet ist.

Das Gebäu­de­en­sem­ble des Landrat­sam­tes auf der Südwest­seite des Ett­lin­ger Tors steht unter Denkmal­schutz. Um an dieser Stelle ei­nen Neubau zu verwirk­li­chen, hat der Landkreis einen ­denk­mal­schutz­recht­li­chen Antrag bei der Stadt Karlsruhe als untere Denkmal­schutz­be­hörde gestellt, der rechtliche Grund­la­ge ­für eine weitrei­chende Sanierung bezie­hungs­weise einen Abriss des Gebäudes ist. Diesen bearbeitet derzeit die Denk­mal­schutz­be­hörde. Gleich­zei­tig prüft der Landtag ­Ba­den-Württem­berg ein Petiti­ons­ver­fah­ren, das den Erhalt des En­sem­bles verfolgt.

Gegen­wär­tig existieren keine städte­bau­li­che Entwick­lungs­idee und kein Bebau­ungs­plan für das Areal. Vor dem Hinter­grund der Pla­nun­gen des Landkrei­ses Karlsruhe, einen neuen Verwal­tungs­bau an gleicher Stelle nach Abriss des Ensembles zu verwirk­li­chen, will die Stadt ein offenes und trans­pa­ren­tes Werkstatt­ver­fah­ren ­zur Neukon­zep­tion der Südwest­seite durch­füh­ren. Das Ergebnis des Werk­statt­ver­fah­rens soll nach dessen Abschluss die Grundlage für ein Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren bilden.

Diskus­sion zwischen Planungs­bü­ros und Begleit­gre­mi­um

Das Werkstatt­ver­fah­ren ist nicht anonym angelegt, sondern die teil­neh­men­den Planungs­bü­ros disku­tie­ren ihre Konzep­te un­ter­ein­an­der und mit einem "Begleit­gre­mi­um", das sich aus Ver­tre­tern des Landkrei­ses, Stadt und Gemein­de­rat, dem Land Baden-Württem­berg sowie externen Fachleuten und Vertre­tern ­bür­ger­schaft­li­cher Gruppie­run­gen zusam­men­setzt.

Das "Begleit­gre­mi­um" soll den Teilneh­men­den mit seinem fach­li­chen und örtlichen Wissen zur Seite stehen, aber auch die lo­ka­len und politi­schen Vorstel­lun­gen und Sicht­wei­sen in die Dis­kus­sion um die beste Entwick­lung des Ortes einspielen.

Szenarium Abbruch und Szenarium Erhalt

Aufgrund des noch nicht entschie­de­nen denkmal­recht­li­chen ­Ver­fah­rens arbeiten die Planungs­bü­ros in zwei unter­schied­li­chen S­ze­na­rien. Ein Szenario soll von einem Abbruch des Ge­bäu­de­en­sem­bles ausgehen und klären, welche bauli­che ­Ent­wick­lung dem Ort unter dieser Voraus­set­zung angemessen ist. Das zweite Szenario soll von einem Erhalt des Ensembles ausge­hen und aufzeigen, welche bauliche Ergänzung in diesem Fall zu einer ­best­mög­li­chen Lösung führt. Wenn das denkmal­recht­li­che Verfah­ren in­ner­halb der Laufzeit des Werkstatt­ver­fah­rens abgeschlos­sen wird kann sich dies ggf. ändern.

Werk­statt­ter­mi­ne

Das Werkstatt­ver­fah­ren ist von Januar 2020 bis Juli 2020 ter­mi­niert und gliedert sich in vier Werkstatt­ter­mine mit un­ter­schied­li­cher Öffent­lich­keit und zwischen­lie­gen­den ­Ar­beits­pha­sen der teilneh­men­den Planungs­bü­ros.

Werkstatt #1 in Form einer Auftakt­ver­an­stal­tung am 15.01.20 soll allen Betei­lig­ten im Rahmen eines öffent­li­chen ­Bür­ger­fo­rums die Aufga­ben­stel­lung, die Rahmen­be­din­gun­gen des Ortes sowie der Umgebung vermitteln.

Daran anschlie­ßend folgen die Werkstatt­ter­mine #2 und #3 am 11.03.20 und am 06.05.20.

In Werkstatt #2 erläutern die Büros ihre ­Ana­lyse der Aufga­ben­stel­lung und disku­tie­ren mit dem Be­gleit­gre­mium eine möglichst große Bandbreite unter­schied­li­cher An­sätze.

In Werkstatt #3 stellen die Büros in Diskus­sion ­mit dem Begleit­gre­mium die Weiter­ent­wick­lung und Verdich­tung ih­rer Konzepte vor.

In Werkstatt #4, der Abschluss­ver­an­stal­tung am 03.07.20, die wieder als öffent­li­ches Bürger­fo­rum angelegt ist, präsen­tie­ren die Planungs­bü­ros ihre finalen beiden Szenarien und die aus ihrer Sicht beste Entwick­lungs­op­tion für das Areal (mit oder ohne Gebäu­de­en­sem­ble).

Aus diesen Szenarien wählt das "Begleit­gre­mi­um" eine Empfeh­lung ­für den Gemein­de­rat aus, die Grundlage des Be­bau­ungs­plan­ver­fah­rens bilden soll.

Schrägluftbild Karlsruhe Ettlinger Tor