Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Hochbau

Erweiterung und Modernisierung der Weiherwaldschule

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss OG

Modell

Anlass und Zweck
Die Weiher­wald­schule ist eine zweizügige Grund­schule im Stadt­vier­tel Weiherfeld.
Die Schule soll für den Ganzta­ges­be­trieb um einen Mensa­be­reich mit zugehö­ri­ger Küche und Neben­räu­men, sowie um zwei Aufent­halts­räume erweitert werden.
Realisiert werden soll eine Schuler­wei­te­rung um einen Mensa- und Ganzta­ges­be­reich, der den Nutzern Räume von hoher Qualität bietet, wo sie gerne die Mahlzeiten und Betreu­ungs­an­ge­bote wahrnehmen und der der Schule ein neues Zentrum schenkt.
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1961 und soll im Zuge der Erwei­te­rung auch einer Moder­ni­sie­rung hinsicht­lich Erschlie­ßung und Gebäu­dehülle unterzogen werden.
Für die Erwei­te­rung und die Moder­ni­sie­rung des Bestandes lobte die Stadt Karlsruhe eine Mehrfach­be­auf­tra­gung aus.
Gesucht war ein funktional, gestal­te­risch, technisch und wirtschaft­lich überzeu­gen­der Vorentwurf, der sich in die besondere Struktur des Schul­ge­län­des einfügt und für das bestehende Gebäude eine archi­tek­to­nisch anspruchs­volle Aufwertung bietet.
Das Planungs­er­geb­nis des Erstplat­zier­ten wird bis zur Entwurfs­pla­nung mit Kosten­be­rech­nung weiter­ent­wi­ckelt und soll für den Doppel­haus­halt 2017/18 vorbe­rei­tet werden.

Beurtei­lung des Sieger­ent­wurfs durch die Jury
Die Verfasser verfolgen den Ansatz, die von der Albschule einge­fasste offene Mittelzone in Ost-West-Richtung zwischen den beiden Gebäu­de­rie­geln der Weiher­wald­schu­le in ganzer Breite weiter­zu­füh­ren. Und es gelingt tatsäch­lich überzeu­gend, im Erdge­schoss den Zwischen­be­reich frei von geschlos­se­nen Einbauten zu halten und eine quali­tätvolle Raumab­folge zu insze­nie­ren, die bereits von Eingang aus in einem weiten Durchblick erfahren werden kann.
Der großzügige Vorbereich wird von einem hochge­leg­ten Vordach geschützt, das gleich­zei­tig eine markante und angemes­sene Eingangs­geste formuliert. Der Eingangs­be­reich, dem auch die beiden offenen Innen­trep­pen zugeordnet sind, wird um einen großen Atriumhof herum angeordnet und erhält damit ein großzü­gi­ges und lichtes Entrée.
Im Osten schließen die Aufent­halts­räume an, mit der Mensa, die sich auf eine ebenfalls großzügige Terrasse im Osten öffnet.
Der Küchen­be­reich schließt im südlichen Riegel direkt an die Mensa an. Die Fassa­denan­bin­dung wird jedoch nur teilweise genutzt. Eine weitere Überar­bei­tung erscheint sinnvoll.
Auch im Oberge­schoss gelingt es, die Mittelzone offen zu halten und um das Atrium herum zu entwickeln. Nur die beiden Klassen­räume im Osten schaffen einen deutlich formu­lier­ten Abschluss. Als weitere Qualität wird gesehen, dass eine Erschlie­ßung im Kreis ermöglicht wird, was den offenen und großzü­gi­gen Raumein­druck unter­stützt. Der Anteil der Verkehrs­flä­che liegt allerdings im Vergleich zu den anderen Arbeiten im oberen Bereich.
Die Verfasser arbeiten mit der vorhan­de­nen Qualität im Bestand, die Eingriffe in den Bestand fallen daher auch sehr moderat aus. Der Bauablauf wird mit den üblichen Einschrän­kun­gen den Betrieb auf ein Mindest­maß beschrän­ken.
Die Verfasser führen konse­quen­ter­weise das äußere Erschei­nungs­bild fort, werten den Eingangs­be­reich erheblich auf und schaffen damit außen- wie innen­räum­lich eine neue Qualität.
Das vorge­schla­gene Farbkon­zept sollte aller­dings überar­bei­tet werden. Die Verklei­dung mit Fassa­den­plat­ten stellt keinen Gewinn dar. Die vorlie­gende Arbeit zeigt beispiel­haft, dass eine große Qualität bei der Weiter­ent­wick­lung von Bestands­bau­ten gerade dann entsteht, wenn an die bereits beste­hen­den Qualitäten angeknüpft wird und der Bestand wie im vorlie­gen­den Entwurf selbst­ver­ständ­lich weiter­ge­baut wird.
Die Ausbildung einer effektiven Lüftungs­lö­sung und des sommer­li­chen Wärme­schut­zes muss in Bezug auf Haustech­nik und Fassade entwickelt werden.

 

Die Jury tagte am 07.07.2015 und setzte die Arbeit der Archi­tek­ten GJL - Grube Jakel Löffler aus Karlsruhe einstimmig auf Rang 1.

GJL Archi­tek­ten BDA
Grube Jakel Löffler
Weinbren­ner­strasse 18
76135 Karlsruhe

info@gjl.de
www.gjl.de