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Karlsruhe: Hochbau

Waldschule

Neubau eines Schüler­hor­tes und Erwei­te­rung der Grund­schu­le


Anlass und Zweck

Die zügige Bebauung des Konver­si­ons­ge­bie­tes Neureut-Kirchfeld erfordert einen weiteren Ausbau an Plätzen für die Schul­kind­be­treu­ung und die Erwei­te­rung der Grund­schule von zwei- auf dreizügig. Daher ist vorgesehen, auf dem Areal der
Waldschule dauerhaft einen sechs­grup­pi­gen Schüler­hort zu errichten und die fehlenden Raumflä­chen für die Grund­schule zu ergänzen.
Das Wettbe­w­erb­s­er­geb­nis wird bis zur Entwurfs­pla­nung mit Kosten­be­rech­nung weiter­ent­wi­ckelt und soll in den Doppel­haus­halt 2013/2014 der Stadt einge­stellt werden.

Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes

Ziel ist es, einen möglichst kompakten Baukörper so zu platzieren, dass quali­tätvolle und nutzungs­va­ria­ble Außenräume generiert werden und ein deutliches Zentrum der Schul­an­lage entsteht.

Es entsteht ein großzü­gi­ger Eingangs­hof für beide Schulen. Eine Art Arkade umfasst diesen und ermöglicht die trockene und barrie­re­freie Erschlie­ßung der gesamten Schul­an­lage.

Hinein­ge­lenkt in das Zentrum der Anlage öffnet sich ein von Arkaden flankier­ter Eingangs­hof, das Herzstück der Anlage. Im Niveau leicht angehoben vereint der Hof sowohl barrie­re­freie Erschlie­ßung als auch eine Großzahl an Nutzungs­mög­lich­kei­ten. Zum Bestand der Grund­schu­le hin erhält das Dach der Arkade einen Einschnitt, um eine ausrei­chende Belichtung zu garan­tie­ren.

Die Begeg­nungs­zone zwischen den Bestand­schu­len bleibt bestehen und funktio­niert nun auch als eine Art Tribüne für den Platz: Sitzstufen dienen der Zusam­men­kunft und können in beide Richtungen bespielt werden, sie beleben so die Begeg­nungs­zone zusätzlich. Die Rampe, die die Hof-Ebene anbindet ist in das Bühnen­thema integriert. Der Weg zu den Schul­gär­ten bleibt unver­än­dert, es wird jedoch eine Abstell­mög­lich­keit für Außen­spiel­ge­räte und Garten­ma­te­rial auf Höhe der Turnhalle integriert. Über einen Sinnes­par­cours gelangt man zu Biotop und Balan­cier­gar­ten, im weiteren Verlauf erreicht man den beste­hen­den Schul­gar­ten.

Der reduzierte Baukörper beherbergt alle gefor­der­ten Nutzungen ohne funktio­nale Einschrän­kun­gen. Die Horträume liegen alle im Erdge­schoss, je mit direktem Zugang zur Grünfläche. Im Innern beherbergt ein Kubus alle Abstell­räume und WC-Anlagen. Zum Platz hin orien­tie­ren sich die Mehrzweck­räume mit angeschlos­se­ner Küche und sonstigen Neben­räu­men. Die Klassen- und Horträume sind flexibel nutzbar und halten sich in ihrer baulichen Ausge­stal­tung zurück, um sich jeder Art von pädago­gi­scher Lehrge­stal­tung anzupassen.

 

Die Jury tagte am 07.10.2011 und setzte die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros K9 Archi­tek­ten (Freiburg) einstimmig auf Rang 1.


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