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Karlsruhe: Hochbau

Technisches Rathaus

Fassadensanierung

Anlass und Zweck

Der zu bearbei­ten­den Gebäu­de­flü­gel des Techni­schen Rathauses mit den Ämtern Stadt­pla­nungs­amt, Bauord­nungs­amt und Tiefbauamt sowie der städti­schen Kantine wurde in den 1960er Jahren als 7-geschos­si­ger Verwal­tungs­bau in Stahl­be­tonske­lett­bau­wei­se errichtet.
Die elemen­tierte Glas-Alumi­ni­um­fassade ist am Ende Ihrer Lebens­dauer. Sie weist sowohl erhebliche Schäden bezüglich Dichtheit als auch Unzuläng­lich­kei­ten hinsicht­lich des Wärme­schut­zes auf, die
nicht mehr instand­ge­setzt bzw. moder­ni­siert werden können. Da ein Komplet­taus­tausch unumgäng­lich ist, wurde für die Neuge­stal­tung der Fassade eine Mehrfach­be­auf­tra­gung ausgelobt.
Das Planungs­er­geb­nis des Erstplat­zier­ten wird bis zur Entwurfs­pla­nung mit Kosten­be­rech­nung weiter­ent­wi­ckelt und soll im DHH 2015/2016 einge­stellt werden.

Beurtei­lung des Sieger­ent­wurfs durch die Jury
Dieser Vorschlag zeichnet sich durch eine klare Gliede­rung der Flächen aus. Der dahin­ter­lie­gen­de Stahl­be­tonske­lett­bau wird in seiner mathe­ma­ti­schen Prägnanz übernommen und mit einer Kalkstein-Verklei­dung versehen, welche in Anlehnung an das jetzige Erschei­nungs­bild des beste­hen­den Gebäudes die Verti­ka­li­tät betont, ohne die horizon­tale Gliede­rung außer Acht zu lassen. Kompo­si­to­risch gesehen ergibt sich ein Verhältnis zwischen offenen und geschlos­se­nen Flächen, das sich feinfühlig in die Umgebung einfügt. Die Raster­glie­de­rung wird im obersten Bereich in aufge­lös­ter Form fortge­setzt, wodurch der Baukörper einen gänzlich neuen Abschluss erhält.
Die stadt­räum­li­che Situation erlangt an diesem Ort durch die neue Fassade des Techni­schen Rathauses eine Berei­che­rung des davor­lie­gen­den Platzes. Hierdurch wird mitten in der Stadt eine Brücke zwischen Klassik (Karstadt) und heutiger Archi­tek­tur geschlagen, die auf eine Wieder­ge­win­nung der Aufent­halts­qua­li­tät des öffent­li­chen Raumes zeigt.
Die Jury hat diese Arbeit einerseits wegen seiner morpho­lo­gi­schen Ausprägung, das ein wahrhaf­ti­ges Novum darstellt, anderer­seits wegen seiner hapti­schen Qualitäten in der Materi­al­wahl und der Ausar­bei­tung zur Reali­sie­rung zur Reali­sie­rung empfohlen.

 

Die Jury tagte am 01.10.2013 und setzte die Arbeit der K9 Archi­tek­ten aus Freiburg auf einstimmig auf Platz 1.

K9 ARCHI­TEK­TEN
Borgards.Lösch.Piribauer
Rehling­s­tra­ße 9
79100 Freiburg
0761-208 542-0
freibur­g@k9ar­chi­tek­ten.de
www.k9archi­tek­ten.de