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Karlsruhe: Hochbau

Otto-Hahn-Gymnasium

 

Umbau und Sanierung der natur­wis­sen­schaft­li­chen Fachräume


Anlass und Zweck

Das Otto-Hahn-Gymnasium im Stadtteil Waldstadt ist eine fünfzügige Schule mit derzeit ca. 1200 Schüle­rin­nen und Schülern.
Die Schule wurde im Jahr 1975 in einer Bauphase in baujah­res­ty­pi­scher massiver Konstruk­ti­ons­wei­se (Stahl­be­tonske­lett, Flach­dä­cher, Fenster­bän­der) fertig gestellt.
Die seit langem beste­hen­den raumkli­ma­ti­schen Probleme in den natur­wis­sen­schaft­li­chen Fachräumen des Flachbaus, die vor allem durch den hohen sommer­li­chen Wärme­ein­trag über die zahlrei­chen Oberlich­ter und innen liegenden Räumen verursacht werden, müssen durch eine Neukon­zep­tion der Sonder­klas­sen gelöst werden.
Für das Projekt ist eine haushalts­reife Planung (Entwurf mit Kosten­be­rech­nung) für den Doppel­haus­halt 2013/ 2014 vorgesehen.

Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes

Die Arbeit schlägt ein klar struk­tu­rier­tes Konzept vor. Das Programm wird in einer 3-bündigen Struktur organi­siert.
Die Fachklas­sen­räume werden gut propor­tio­niert an den Außen­fassa­den angeordnet, die Vorbe­rei­tungs- und Sammlungs­flä­chen in der Mittelzone. Diese Mittelzone mit den beiden Erschlie­ßungs­flu­ren wird durch einen neu einge­füg­ten Innenhof in ihrer Raum- und Licht­wir­kung aufge­wer­tet. Der Hof ermöglicht die natür­li­che Belichtung- und Belüftung des nördlichen V/S-Bereiches, der innen­lie­gen­den Flure und kann gleich­zei­tig als Warte- und Pausenzone genutzt werden. Durch die geschick­te Anordnung und Propor­tio­nie­rung der Räume und Erschlie­ßungs­flä­chen in Verbindung mit dem Innenhof gelingt es alle Aufent­halts­räume natürlich zu belüften und zu belichten.
Die proble­ma­ti­schen Oberlich­ter können somit komplett entfallen. Die Innen/Au­ßen­be­zie­hung wird für alle Bereiche verbessert.
Die neuen Fassaden werden im Sinne des Bestandes entwickelt und bilden einen angemessen Vorschlag im Sinne einer energe­ti­schen Verbes­se­rung und einer behut­sa­men gestal­te­ri­schen Erneuerung.
Das energe­ti­sche Konzept nutzt das Potential des Gebäudes, in dem es den Kriech­kel­ler zu einem großen Wärme­tau­scher umwandelt, der insbe­son­dere eine Verbes­se­rung der Kühlsi­tua­tion im Sommer erwarten lässt.
Insgesamt ein überzeu­gen­des Gesamt­kon­zept, das mit einfachen angemessen Eingriffen und Ergän­zun­gen, einer sensiblen Neuor­ga­ni­sa­tion der Funkti­ons­ab­läufe und geschick­ter Integra­tion des energe­ti­schen Poten­ti­als des Bestandes hohe Raumqua­li­tä­ten erzeugt.

 

Die Jury tagte am 20.07.2011 und setzte die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros Michael Weindl und Junior (Karlsruhe) einstimmig auf Rang 1.


Michael Weindel & Junior Archi­tek­ten GbR
Im Ermlis­grund 16
76337 Waldbronn/­Karls­ruhe
0049 7243 / 56 75 0
www.weindel.com


Broschüre (PDF, 3.09 MB)