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Karlsruhe: Hochbau

Heinrich-Hertz-Schule

Anlass und Zweck
Das Gebäude weist einen erheb­li­chen und umfang­rei­chen Sanie­rungs­be­darf auf. Darüber hinaus besteht Bedarf an zusätz­li­chen Klassen- und Fachräumen sowie an Verwal­tungs­flä­chen.
Die vorhandene Programm­flä­che soll von 5260 m² um 1930 m² auf 7190 m² erweitert werden.
Der Bestand soll in 3 Bauab­schnit­ten grund­le­gend gebäu­de­tech­nisch und energe­tisch saniert und überplant sowie die erfor­der­li­che Haustech­nik integra­ler Bestand­teil einer energe­tisch nachhal­ti­gen Gesamts­a­nie­rung werden. Unter Berück­sich­ti­gung der gefor­der­ten Raumzu­ord­nun­gen und der zusätz­li­chen Programm­flä­che ist der Bestand räumlich neu zu organi­sie­ren.
Ziel des Wettbe­werbs war es, einen quali­ta­tiv hochwer­ti­gen Entwurf für die Sanierung und Erwei­te­rung zu finden, der die Wertschät­zung dieser charak­te­ris­ti­schen Bauweise aus den 60er Jahren berück­sich­tigt.
Im Weiteren soll der Entwurf auf funktio­nale, wirtschaft­li­che und nachhal­tige Aspekte ausge­rich­tet sein, sowie durch seine gestal­te­ri­sche Qualität der städte­bau­li­chen Lage gerecht werden.


Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes
Der Verfasser schlägt eine Aufsto­ckung als versetzte Aufla­ge­rung auf das Gebäude vor, die an der Nordseite bis auf das 1.OG herun­ter­ge­führt wird. Dadurch entsteht eine klare auffind­bare Adresse an der Südend­straße. Die bestehende Symmetrie des Bestandes wird aufgehoben, die Eingangs­si­tua­tion geklärt.
Im Freibe­reich zur Brauer­straße wird ein Campus vorge­schla­gen, der in seiner Dimension überzogen scheint.
Das Erdge­schoss enthält als zusam­men­hän­gen­der Raum alle «öffent­li­chen» Nutzungen wie Cafeteria und Biblio­the­ken. Eine Zonierung wird heraus­ge­bil­det durch runde einge­stellte Baukörper.
Die Regel­ge­schosse erfahren nur sparsame Eingriffe in den Bestand. Hier bleibt der Zweibund erhalten und wird lediglich durch Einschnitte neben den Treppen­häu­sern aufge­lo­ckert. (...)
Räumlich sehr inter­essant ausge­bil­det erscheinen die stock­werks­weise im neuen Kopf an der Südend­stra­ße angeord­ne­ten Schüler­ar­beits­be­rei­che. Sie sind übersicht­lich gegliedert und erlauben etagen­wei­se Durch­bli­cke.
Die Programm­flä­chen sind relativ präzise umgesetzt (plus 4%). Insgesamt lässt die Arbeit eine wirtschaft­li­che Umsetzung erwarten.
Der Beitrag befasst sich recht ausführ­lich mit allen energie­re­le­van­ten Belangen. Besonders hervor­zu­he­ben sind die sommer­li­che Nacht­lüf­tung im EG unter Nutzung der Treppen­häu­ser, die Schaffung einer höheren thermi­schen Masse in der Aufsto­ckung mittels Phasen­wech­sel­ma­te­ria­lien (PCM) und die recht gute Ausfor­mu­lie­rung der Voraus­set­zun­gen für eine gute Tages­licht­au­to­no­mie. (...)

 

Die Jury tagte am 28.10.2011 und setzte die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros Bernhard Heid einstimmig auf Rang 1.

Bernhard Heid
Archi­tek­ten

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