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Karlsruhe: Hochbau

Hebelschule

Neubau Sporthalle und Erwei­te­rung Grund­schu­le



Die Jury tagte am 29.01.2010 und setzte die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros Lehmann Archi­tek­ten (Offen­burg) einstimmig auf Rang 1.

Lehmann Archi­tek­ten GmbH
Franz-Ludwig-Mersy-Str. 5
77654 Offenburg
0049 781 / 932 48 - 0
office@leh­mann-archi­tek­ten.de
www.lehmann-archi­tek­ten.de


Dokumentation (PDF, 3.28 MB)

 

Anlass und Zweck

Die Hebel­schule, die sich versteckt zwischen den Laubbäumen des Hardt­wal­des und doch direkt beim Stadt­zen­trum Karlsruhes befindet, setzt sich derzeit aus einer Grund­schule mit 260 Schüle­rin­nen und Schülern und einer Realschule mit 422 Schüle­rin­nen und Schülern zusammen. Sie wurde 1958 von Oberbür­ger­meis­ter Günther Klotz gegründet und nach dem Lehrer und Dichter Johann Peter Hebel benannt. Im Jahre 1971 wurde eine eintei­li­ge Sporthalle erbaut, die von beiden Schulen genutzt, jedoch der stetig wachsenden Zahl an Schüle­rin­nen und Schülern bald nicht mehr gerecht wurde.

Von 2005 bis 2010 stand eine große Sanierung der Schule an. Während dieser Sanie­rungs­phase wurde der Beschluss gefasst, einen neuen und lange erwarteten Turnhal­len­bau zu errichten. Im Zuge dieser Sanierung wurde auch die Erwei­te­rung der dreizü­gi­gen Grund­schule um Mehrzweck­räume und Schüler­bi­blio­thek beschlos­sen. Dieser Erwei­te­rungs­bau sollte mit Anbindung zum Haupt­ge­bäude realisiert werden.

Die Planung sieht vor, den Turnhal­len­neu­bau an den Grund­schul­pa­vil­lon anschlie­ßen. Mit den zwei geplanten Mehrzweck­räu­men in Klassen­zim­mer­größe und weiteren Kursräumen kann die Grund­schule endlich der Raumnot begegnen und den Bildungs­auf­trag unter angemes­se­nen und somit deutlich erleich­ter­ten Bedin­gun­gen umsetzen.

Die Einfeld­sport­halle und Schuler­wei­te­rung sollen in einem gemein­sa­men Bauab­schnitt verwirk­licht werden.

Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes

Lehmann Archi­tek­ten situieren das Raumpro­gramm als direkten Anbau des beste­hen­den Pavillons an der Moltke­straße. Die Sporthalle und die Flächen der Schuler­wei­te­rung werden überein­an­der gestapelt, wodurch ein größt­mög­li­cher Freiraum erhalten bleiben kann.

Die Höhenlage des 1. Oberge­schos­ses des Bestands­ge­bäu­des bestimmt dabei das Nivel­le­ment des Neubaus, um die barrie­re­freie Erschlie­ßung zu gewähr­leis­ten. Die Sporthalle muss infolge dessen soweit in den Boden abgesenkt werden, dass die geforderte lichte Höhe erreicht werden kann; ebenen­gleich werden hier außerdem der Geräteraum und ein Techni­kraum angeordnet, nicht aber die Toiletten, Duschen und Umklei­deräume.

Im Oberge­schoss ist den Schul­räu­men, die sich zur Nordseite hin orien­tie­ren, eine Terrasse angelagert, die für Unterricht im Freien gut nutzbar ist. Der einfache Grund­bau­kör­per als Kubus wird an verschie­de­nen Stellen geschickt skulptural bearbeitet.

Die Archi­tek­ten nähern sich dem Erschei­nungs­bild in zwei verschie­de­nen Varianten: die Fassaden des Altbaus bleiben entweder unange­tas­tet, oder sie erhalten zukünftig die gleiche Anmutung.