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Karlsruhe: Hochbau

Fichte-Gymnasium

Erwei­te­rung und Neubau einer Ganzta­ges­ein­rich­tung



Die Jury tagte am 12.05.2010 und setzte die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros netzwerk archi­tek­ten (Darm­stadt) einstimmig auf Rang 1.

netzwerk archi­tek­ten
Donners­ber­g­ring 20
64295 Darmstadt
0049 6151 / 39 149 - 0
kontak­t@­netz­werkar­chi­tek­ten.de
www.netzwerk-archi­tek­ten.de


Dokumentation (PDF, 4.24 MB)

 

Anlass und Zweck

Aufgrund fehlender Klassen­räume und des Bedarfes an einer Ganzta­ges­ein­rich­tung am Fichte-Gymnasium hat die Stadt Karlsruhe eine Mehrfach­be­auf­tra­gung ausge­schrie­ben, zu der fünf Archi­tek­tur­bü­ros eingeladen wurden.

Da auf dem beste­hen­den Grundstück in der Sophien­straße 12 -16 der notwendige Platz für eine Erwei­te­rung nicht gegeben war, hat die Stadt das Grundstück in der Sophien­straße 2 erworben, auf welchem der Neubau realisiert werden soll.

Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes

Die Erwei­te­rung des Fichte-Gymnasiums wird von dem Büro netzwerk archi­tek­ten aus Darmstadt als präsenter "Körper" ausge­bil­det. Dieser setzt die Block­rand­be­bau­ung der Sophien­straße konse­quent mit einem dreige­schos­si­gen liegenden Baukörper fort, der die Bebauung aus dem 19. Jahrhun­dert mit der aus den 1950er Jahren verbindet. Die Lücke zwischen den begren­zen­den Randbe­bau­un­gen unter Aufnahme und Akzen­tu­ie­rung der städte­bau­li­chen Trauf­li­ni­en wird somit geschlos­sen. Die Straßen­fassade ist mit einer "Haut" aus Profilglas verkleidet, welche die Plasti­zi­tät zum öffent­li­chen Raum hin glättet und gleich­zei­tig einen Tempe­ra­tur­puf­fer bildet. Nur an heraus­ra­gen­den Stellen sind Blick­fens­ter eingesetzt.

Die Fassade zum Schulhof hat mit teilweise plastisch heraus­ge­stell­ten quadra­ti­schen Fenstern eine bewusst andere, zurück­hal­tende Sprache als die zur Straßen­seite.

Der Schulhof ist mit unter­schied­li­chen Freiraum­nut­zun­gen belegt.

Das Gebäude entwickelt sich über drei Geschosse und eine Teilun­ter­kel­le­rung.
Das Foyer wird großzügig und hallen­ar­tig ausge­bil­det und erlaubt im Erdgeschoß die direkte Anbindung an den Schul- und Pausenhof. In den Oberge­schos­sen wurden die Räume der Ganzta­ges­ein­rich­tung und die Musiksäle über einen im Süden liegenden Flur erschlos­sen

Insgesamt betrachtet wird dieses Schul­ge­bäude zu einem lebendigen Baustein und einem besonderer Beitrag zur zeitge­nös­si­schen Archi­tek­tur in Karlsruhe am östlichen Zugang zur Sophien­straße.