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Karlsruhe: Hochbau

Fächerbad

Umbau des Fächerbades zu einem Kombibad - Sanierung und Erweiterung

Anlass und Zweck

Die Fächerbad Karlsruhe GmbH beabsich­tigt das 1982 eröffnete Fächerbad, ein Sport- und Famili­en­bad mit einer Gesamt­flä­che von ca. 9.000 m², zu einem Kombibad umzubauen. Zusätzlich zum beste­hen­den Hallenbad ist die Ergänzung um eine Schwimm­halle mit in kurzer Zeit zu öffnenden Wasser­flä­chen für den Schön­wet­ter­be­trieb unter Nutzung der vorhan­de­nen Freian­la­gen vorgesehen. Mit der Erwei­te­rungs­pla­nung sollen Maßnahmen der Instand­set­zung verknüpft werden. Zusätzlich ist vorgesehen den beste­hen­den Sauna­be­reich im Freibe­reich zu erweitern.

Der Entwurf für die Ergänzung und den Umbau des Fächer­ba­des sollte die Wertschät­zung der charak­te­ris­ti­schen Bauweise aus den 80er Jahren zum Ausdruck bringen. Im Weiteren soll der Entwurf auf funktio­nale, wirtschaft­li­che und nachhal­tige Aspekte ausge­rich­tet sein, sowie durch seine gestal­te­ri­sche Qualität der städte­bau­li­chen Lage gerecht werden.

Die Aufgabe wird aus baulichen, funktio­na­len und finan­zi­el­len Erwägungen voraus­sicht­lich in drei Bauab­schnit­ten realisiert.

Auszug aus der Beschrei­bung des Sieger­ent­wur­fes

Die Verfasser präsen­tie­ren ein kompaktes und klar organi­sier­tes Gesamt­kon­zept. Das neue Sport­be­cken und das Lehrschwimm­be­cken werden in einem klar ablesbaren neuen Baukörper westlich an das beste­hen­de Gebäude angeschlos­sen. Die zusätzlich erfor­der­li­chen Umklei­de­be­rei­che sind rückwärtig mit dem Foyer verbunden. Diese Anordnung erfolgt auf unter­schied­li­chen Höhen­ni­ve­aus wodurch zusätz­li­che Rampen und Treppen notwendig sind. Die Wegefüh­rung ist aber geschickt gelöst, wodurch eine barrie­re­freie Wegefüh­rung gewähr­leis­tet wird. Das Foyer ist übersicht­lich und der Eingang wird durch die Aufsto­ckung für zusätz­li­che Büroflä­chen und Mitar­bei­te­rum­klei­den deutlich markiert. Durch diese Maßnahme kann auch die Tribüne bei Bedarf besser erschlos­sen werden.

Der Sauna­be­reich ist großzügig und gut kombiniert mit dem Badesee. Die Konstruk­tion des Daches und die Ausführung der Schwimm­halle sind angemessen gelöst und lassen einen quali­täts­vol­len Raum erwarten. Auch die Anordnung der Außen­ga­stro­no­mie als eigen­stän­di­ger Pavillon ist gut vorstell­bar.

Die Aussagen zum Energie­kon­zept und zur Nachhal­tig­keit bleiben leider schema­tisch und sind zum Teil wider­sprüch­lich. Die Überschrei­tung der bebau­ba­ren Grund­stücks­flä­che im östlichen Bereich sollte korri­giert werden.

Die Bauab­schnitte erscheinen logisch und lassen keine größeren Probleme für den laufenden Betrieb erwarten. Die wirtschaft­li­chen Rahmen­da­ten liegen leicht unter dem Durch­schnitt.

Insgesamt ist die Arbeit gut durchdacht und zurück­hal­tend präsen­tiert. Die Ansichten und die ersten Überle­gun­gen zur archi­tek­to­ni­schen Ausformung lassen eine gute Qualität und eine angemes­sene Erschei­nung für ein modernes Sportbad erwarten.

 

Die Jury tagte am 04.05.2012 und setze die Arbeit des Archi­tek­tur­bü­ros Rossmann + Partner Archi­tek­ten einstimmig auf Rang 1


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