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Karlsruhe: Hochbau

Anne-Frank-Schule - Erweiterung

Lageplan

Grundriss EG

Fassade


Anlass und Zweck des Wettbe­werbs
Die Anne-Frank-Schule ist eine Grund- und Gemein­schafts­schu­le und liegt im Stadtteil Oberreut in Karlsruhe.
Sowohl die Grund- als auch die Gemein­schafts­schule haben einen Raum­mehr­be­darf.
Zudem erfordert der wachsende Ganzta­ges­be­trieb der Ge­mein­schafts­schule eine eigene Mensa.
Auf dem Schulareal befinden sich Gebäude aus verschie­de­nen ­Bau­jah­ren: vier Pavillons aus dem Jahr 1966, das heuti­ge Haupt­ge­bäude aus dem Jahr 1968, ein Ganztages-bereich für die Grund­schule aus dem Jahr 2015 und eine Sporthalle aus dem Jahr 1966.
Die baufäl­li­gen Pavillons sollen in einem ersten Bauab­schnit­t ei­nem Erwei­te­rungs­neu­bau mit Mensa weichen, der zusätzlich das feh­lende Raumpro­gramm aufnehmen kann.
Im zweiten Bauab­schnitt soll das Haupt­ge­bäude umgebaut und mo­der­ni­siert werden.
Je nach Entwurfs­an­satz ist auch ein Neubau oder Teila­briss ­denk­bar. Für den Erwei­te­rungs­bau ist eine Fläche von ca. 2500 m² BGF umzusetzen.
Mit dem ausge­lob­ten Wettbewerb wird ein Gesamt­ent­wurf gesucht, der in zwei Bauab­schnit­ten den räumlichen Anfor­de­run­gen der vier­zü­gi­gen Grund- und zweizü­gi­gen Gemein­schafts­schule gerecht wird.
Dem Thema der Nachhal­tig­keit wird besondere Bedeu­tung ­bei­ge­mes­sen.


Beurtei­lung des weiter beauf­trag­ten Sieger­ent­wurfs durch die Jury
Der Entwurf zeigt in sehr konse­quen­ter Weise auf, dass es möglich ist, das komplette Raumpro­gramm in den Grenzen des Be­stands­ge­bäu­des umzusetzen. Die Verfasser schließen die offenen ­Sei­ten des H-förmigen Grund­ris­ses, sodass ein nach außen ­ge­schlos­se­ner massiver Baukörper mit einem intro­ver­tier­ten In­nen­hof entsteht. Die Einfach­heit und Klarheit des Gebäudes, die funktio­na­len und sorgfältig ausge­ar­bei­te­ten Grundrisse bis hin zu den diffe­ren­ziert darge­stell­ten Fassa­den­de­tails zeigen eine große Ernst­haf­tig­keit im Umgang mit der gestell­ten ­Auf­gabe.
Die Verla­ge­rung des Eingangs in den Norden wird begrüßt. Sie trägt in überzeu­gen­der Weise zur besseren Orien­tie­rung bei. Jedoch werden im Umgang mit der Erschlie­ßung des Gebäudes auch die Zwänge sichtbar. So wird zum Beispiel kritisiert, dass der Hö­hen­ver­satz zur Erdge­schos­sebene durch eine zweisei­tig ­um­lau­fende Terrasse noch betont wird: eine abweisende Geste, zumal sich die Räume im Erdge­schoss nicht zur Terrasse hin öffnen. Besonders für den Bereich der Mensa wird an dieser ­Stelle eine vertane Chance gesehen. Auch die konse­quen­te ­Bei­be­hal­tung der vorhan­de­nen sechs Treppen­häu­ser führt zu Zwängen, die nicht unbedingt notwendig gewesen wären.
Die Kriterien der Nachhal­tig­keit sind sowohl bezogen auf die Ge­bäu­de­geo­me­trie als auch hinsicht­lich des Verhält­nis­ses von of­fe­nen und geschlos­se­nen Flächen erfüllt. Allerdings werden die Pro­gramm­flä­chen überschrit­ten, was sich in Bezug auf die Wirt­schaft­lich­keits­kenn­da­ten ungünstig auswirkt.
Die Jury lobt den präzisen und gut durch­ge­ar­bei­te­ten Entwurf, der die Anfor­de­run­gen der Ausloberin sehr gut erfüllt.

 

Die Jury tagte am 23. Juni 2017 und setzte die Arbeit der Büros Wulf Archi­tek­ten aus Stuttgart und Michael Weindel & Junior aus waldbronn einstimmig beide auf Rang 1.


Als Ergebnis der Verhand­lungs­ge­sprä­che (VgV) wurde Wulf Ar­chi­tek­ten mit der weiteren Planung beauftragt.

Wulf Archi­tek­ten GmbH
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70174 Stuttgart
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