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Karlsruhe: Hochbau

Walter-Eucken-Schule

Erweiterung

Klassenraum

Kunst am Bau

Die Walter-Eucken-Schule, eine mit Beton­fer­tig­tei­len errich­te­te ­kauf­män­ni­sche Berufs­schule aus den siebziger Jahren benötig­te auf­grund gestie­ge­ner Schüler­zah­len sowie geänder­ter An­for­de­run­gen an den Unterricht, einen Erwei­te­rungs­bau. Es wurden 11 Klassen­zim­mer, 3 EDV-Räume sowie zusätz­li­che ­Auf­ent­halts­be­rei­che erfor­der­lich.
Der Entwurf von Hotz Archi­tek­ten sieht ein eigen­stän­di­ges, kompaktes, fünfge­schos­si­ges Gebäude im Osten des Grund­stückes vor. Die Geschoss­hö­hen sowie die Gebäu­de­höhe werden aus dem Be­stand übernommen. Das Gebäude weist durch seine gerin­ge Au­ßen­wand­flä­che eine hohe energe­ti­sche Effizienz auf. Der Pas­siv­haus­stan­dard wird annähernd erreicht.
Die Anbindung der Erwei­te­rung an das Bestands­ge­bäude erfolgt im Erd­ge­schoss über einen verglasten Verbin­dungs­gang, in den O­ber­ge­schos­sen über offene Brücken.
Ein Tragsystem aus Stützen ermöglicht einen sehr flexiblen ­Grund­riss. Im Erdge­schoss sind zwei Klassen­zim­mer über eine ­mo­bile Trennwand vonein­an­der abgetrennt, welche die Flexi­bi­li­tät un­ter­stützt.
Hier befindet sich auch die künst­le­ri­sche Gestaltung des Kölner ­Künst­lers Enrik Hüpeden. Seine Idee sieht eine ­stock­werks­über­grei­fende Wandma­le­rei vor. Sie soll die As­so­zia­tion zur aufge­lös­ten Fassa­den­struk­tur des Bestan­des­ er­we­cken.
Das Gebäude hat einen barrie­re­freien Zugang von außen. Ein Aufzug im Bestands­ge­bäude ermöglicht die barrie­re­frei­e Er­schlie­ßung der einzelnen Geschosse.
Ein großer Aufent­halts­be­reich im Erdge­schoss kann gemeinsam mit der beste­hen­den Aula genutzt werden. Die Aufent­halts­räume in den O­ber­ge­schos­sen sind über Lufträume mitein­an­der verbunden. Somit ent­ste­hen licht­durch­flu­tete Räume mit hoher Aufent­halts­qua­li­tät, die das Gebäude zum umgebenden Grün öffnen.
Die neuen Klassen­räume werden über einen zentralen Flur er­schlos­sen. Dieser sowie die Verbin­dungs­brücken liegen in der Flu­rachse des Bestandes. Die funktio­nale Anbindung an den Be­stand ist somit über kurze Wege optimal gelöst.
Die Klassen­räume werden über eine mecha­ni­sche Lüftungs­an­lage mit hoch­wirk­sa­mer Wärme­rück­ge­win­nung mit ausrei­chend Luft versorgt. Für die Nachtaus­küh­lung im Sommer wird eine natür­li­che ­Durch­lüf­tung der Räume baulich herge­stellt. Dies erfolgt über ­ge­schützt liegende Öffnungen in der Fassade, die ein Querströ­men ­der Zuluft durch alle Räume und Geschosse bis zum Dachaustrit­t er­mög­li­chen. Die massiven Stahl­be­ton­de­cken dienen dabei als Spei­cher­me­dium.

Fotos: © Atelier Altenkirch, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung:
hotz + archi­tek­ten, Freiburg

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Mai 2012 bis September 2015

Gesamt­auf­wand:
7,4 Mio Euro