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Karlsruhe: Hochbau

Waagehäuschen

Neubau


Zum Wiegen von Lastfahr­zeu­gen wird im Großmarkt Karlsruhe eine ­Groß­waage betrieben. Die Fahrzeuge fahren auf die im Boden ein­ge­las­sene Waage­platt­form und werden bei Einfahrt und Ausfahr­t vom Wiege­meis­ter gewogen, um den Inhalt ihrer Ladung quanti­ta­ti­v zu bestimmen.

Inmitten der großen, hetero­ge­nen Hallen­struk­tu­ren wurde zu diesem Zweck das Waage­häus­chen an Stelle des beste­hen­den ­Ar­beits­con­tai­ners neu errichtet und mit zusätz­li­chen Nutzun­gen ­aus­ge­stat­tet.

Um eine möglichst wirtschaft­li­che Lösung auf dem kleinen, schief­wink­li­gen Grundstück zu reali­sie­ren, wurde das Ge­samt­vo­lu­men aus unter­schied­li­chen Gebäu­de­tei­len herge­stellt. Eine frisch­grüne Fassade aus Streck­me­tall umhüllt eine La­ger­halle in Leicht­bau­weise, einen indivi­du­ell gefer­tig­ten und schlüs­sel­fer­tig gelie­fer­ten Modul­bau­kör­per sowie die sich er­ge­ben­den Restflä­chen des zur Verfügung stehen­den ­Bau­grund­stücks, die als geschützte Außenlager genutzt werden ­kön­nen. Der Modul­bau­kör­per umfasst einen Arbeits­raum (15,60 m²) zur Betreuung der Waage, das circa drei Meter lange Fenster­ban­d ­ge­währ­leis­tet hierbei die Einsicht der Waage­flä­che, ferner ­be­fin­den sich hier ein Aufent­halts­raum (11,30 m²) für Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des Marktamtes und ein be­hin­der­ten­ge­rech­ter Sanitär­raum (WC, Wasch­be­cken, Dusche).

Die Zaunfassade wurde an die Außenhaut der Gebäude angeschlos­sen bzw. erhielt im südöst­li­chen Bereich eine eigene ­Trag­kon­struk­tion, die in Fundamente einge­spannt wurde.

Die Geometrie des vier Meter hohen, grünen Streck­me­tall­zauns ­de­fi­niert das Bauvor­ha­ben aus städte­bau­li­cher Sicht, fasst die Teil­bau­kör­per zu einem großen Volumen zusammen und entspricht da­mit den Vorgaben des Nutzers, einen reprä­sen­ta­ti­ven Neubau mit Fern­wir­kung zu errichten. Die dahinter liegenden Volumen un­ter­schied­li­cher Höhe (Container H=3,20 m, Lager H=3,80 m) be­zie­hungs­weise Freiräume sind ablesbar, das Waage­häus­chen je­doch wird vom Betrachter als ganzes Gebäude erfasst. Es wirkt mit seiner markanten Gebäu­dehülle auch als Orien­tie­rungs­punk­t und Landmarke. Je nachdem, wie schnell und aus welcher Richtung ­man sich dem Gebäude nähert, erhält man unter­schied­li­che Ein­bli­cke.

Fotos: © bild_raum, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Juli 2012 bis April 2013

Gesamt­auf­wand:
330.000 € Euro