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Karlsruhe: Hochbau

Turmbergterrasse Durlach


 

Neugestaltung

Der Turmberg als Karlsruher Hausberg und Wahrzei­chen von Durlach ist das Relikt einer Salierburg aus dem 11. Jahrhun­dert. Unterhalb der ehemaligen Burganlage befand sich eine Aus­sichts­ter­rasse, die einen weiten Ausblick bot. Seit 1888 ist die Turmberg­bahn in Betrieb, die die Besucher von Durlach hinauf ­bringt.

Da die Terrasse als nicht mehr tragfähig beurteilt wurde, waren ­zu­nächst aufwändige Sicherungs- und Gründungs­ar­bei­ten not­wen­dig.
Das Ergebnis der anschlie­ßen­den Mehrfach­be­auf­tra­gung von Land­schafts- und Hochbau­ar­chi­tek­ten war eine inter­essan­te ­Neuin­ter­pre­ta­tion der Turmberg­ter­rasse.
Sie wurde als großzügige, teilweise überdachte Aussichts­ter­ras­se ­mit einer unter­schied­li­chen Aufent­halts­qua­li­tä­ten gestaltet. Wich­tigs­tes Element ist eine einladende Sitzstu­fen­an­lage Als Pen­dent zum Ge-bäude der Turmberg­bahn schließt ein Sicht­be­ton-Kubus die Treppen­an­lage auf der Südseite ab. Hier sind eine WC-Anlage und im Hangge­schoss ein Veran­stal­tungs­raum ­bar­rie­re­frei erschlos­sen. Vorge­la­gert wurde ein begeh­ba­rer Schau­wein­berg angelegt. In heraus­ra­gen­der Lage steht der mul­ti­funk­tio­nale Veran­stal­tungs­raum Geschäfts- und Privat­leu­ten ­für verschie­denste Veran­stal­tun­gen zur Verfügung. Sehr belieb­t ist er inzwischen auch für Trauungen.

Der Raum ist stützen­frei und öffnet sich nach Süden und Westen mit einem eigenen Terras­sen­be­reich. Rückwärtig, über Treppen­haus und Aufzug direkt erschlos­sen, sind Küche, Abstell­räume, Stuhl­la­ger und Sanitär­räume angeordnet. Eine großzü­gi­ge The­ken­si­tua­tion bildet den Übergang zum Veran­stal­tungs­raum, der fle­xi­ble Möblie­rungs­va­ri­an­ten ermöglicht.

Die Stahlbeton-Konstruk­tion wurde mit innen­lie­gen­der Wär­me­däm­mung und in Sicht­be­ton­qua­li­tät erstellt - somit auch in der Materia­li­tät eine Antwort auf die Wasch­be­ton­be­klei­dung der Turm­berg­sta­tion.

Fotos: © bild_raum, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung

Archi­tek­tur: Hähnig I Gemmeke, Tübingen
Land­schafts­bau: Stefan Fromm, Detten­hau­sen

Baulei­tung: Adler +Retzbach, Karlsruhe

Projekt­lei­tung

Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit

Dezember 2013 bis Juni 2015

Gesamt­auf­wand

3.890.000 Euro