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Karlsruhe: Hochbau

Technisches Rathaus

Fassadensanierung und Sanierung Küche und Kantine

Küche und Kantine im 5. und 6. OG des Techni­schen Rathau­ses wie­sen erhebliche Defizite bezüglich des Brand­schut­zes, der Hy­giene und der Funktio­na­li­tät auf.
Ihr Zustand entsprach zu großen Teilen dem Baujahr Mitte der 1960er Jahre und musste als renovie­rungs­be­dürf­tig bezeich­net wer­den.
Entspre­chen­des galt für die Perso­nal­räume im 5. OG, insbe­son­de­re ­die Sanitär­räume.

Aus den genannten Gründen fand die Sanierung von Küche und Kan­tine im Zuge der Fassa­densa­nie­rung statt, welche auch neue Vor­ga­ben bezüglich Nutzung, Heizung und Raumwir­kung definiert. Die Essens­aus­gabe befindet sich weiterhin im 6. OG als Insel nörd­lich des Treppen­haus­kerns vor, um welche sich das Publi­kum ­frei bewegen und den Ausblick auf das Schloss erfahren kann. Der Schwer­punkt des Sitzbe­rei­ches ist zur Terrasse im Süden an­ge­ord­net. Die Terrasse selbst kann auch in Übergangs­zei­ten ­ge­nutzt werden,da eine öffenbare Verglasung ausge­führ­t wurde.

Die Qualität des Raums wird bestimmt durch eine Rund­um­ver­gla­sung, die den Blick über die gesamte Stadt­ er­mög­licht.

Dem entspricht eine weitge­hende Reduzie­rung massiver Bauteile. So sind Erschlie­ßungs- und Nebenräume in einem Block ­zu­sam­men­ge­fasst.

Die Fassa­den­ver­gla­sun­gen wurden bis auf den Fußboden geführt, so dass nur noch der durch­ge­hende Parkett­bo­den und eine glatte, fast schwebende Decke den Blick auf die Stadt eher rahmen als be­gren­zen.Die neue Fassade des Techni­schen Rathauses zeich­net ­sich durch eine klare Gliederung der Flächen aus. Der da­hin­ter­lie­gende Stahlbeton-Skelettbau wird in seiner Struk­tur ­über­nom­men und mit einer Kalkstein-Verklei­dung versehen, welche in Anlehnung an das ursprüng­li­che Erschei­nungs­bild die Ver­ti­ka­li­tät betont, ohne die horizon­tale Gliederung außer Acht zu lassen. Erdge­schoss und Kanti­nen­ge­schoss werden in das Fassa­den­bild integriert, sind aber durch die Auflösung der Ras­ter­glie­de­rung als besondere Bereiche zu erkennen. So ergib­t ­sich ein Verhältnis zwischen offenen und geschlos­se­nen Flächen, das sich feinfühlig in die unmit­tel­bare, sehr heterogene Fläche ein­fügt.

Die stadt­räum­li­che Situation erlangt durch die neue Fassade des Tech­ni­schen Rathauses eine Berei­che­rung des davor­lie­gen­den ­Plat­zes. Es wird mitten in der Stadt eine Brücke zwischen ­Klas­sik (Karstadt) und heutiger Archi­tek­tur geschlagen, die die Auf­ent­halts­qua­li­tät im öffent­li­chen Raum wieder herstellt.

Im Gebäude sind die Ämter Stadt­pla­nungs­amt, Tiefbauamt und Rech­nungs-prüfungs­amt verortet, deren Räumlich­kei­ten im Zuge des Fassa­den­aus­tauschs ebenfalls saniert wurden. Die großzü­gi­gen ­ge­schoss­ho­hen bronze­far­be­nen Alumi­ni­um­fens­te­r­ele­men­te ­ga­ran­tie­ren einen hohen autonomen Tages­licht­ein­fall. Zur in­di­vi­du­el­len Belüftung / Stoßlüf­tung bzw. Nachaus­küh­lung ist ein schmaler Fenster­flü­gel vorgesehen, der witte­rungs­ge­schütz­t hin­ter einem Element aus perfo­rier­tem Metall liegt.

Küche und Kantine im 5. und 6. OG dieses Gebäu­de­flü­gels wiesen er­heb­li­che Defizite bzgl. des Brand­schut­zes, der Hygiene und der Funk­tio­na­li­tät auf und wurden in einem parallel dazu laufen­den Pro­jekt saniert.

Fotos: © Atelier Altenkirch, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung:
K9 Archi­tek­ten Freiburg

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Februar 2016 bis September 2017

Gesamt­auf­wand:
13 Mio Euro