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Karlsruhe: Hochbau

Streichelzoo

Neubau

Nach dem Brand im November 2010, der die alten Stallun­gen vernich­tete und bei dem alle 26 Tiere ums Leben kamen, trug eine Welle des Mitgefühls und der Spenden­be­reit­schaft das Projekt für den Neubau des Strei­chel­zoos und sorgte so dafür, dass es in kurzer Zeit umgesetzt werden konnte.

Am 13. Mai 2011 begannen die Bauar­bei­ten offiziell mit dem Spaten­stich und am 17. September 2011 wurde die neue Anlage von OB Fenrich mit einem Kinderfest eröffnet.

Als Überbrückung wurde ab März ein Interimss­trei­chel­zoo beim Raubtier­haus für die Mini-Shetland­po­nys und Ouessant­scha­fe (Breto­ni­sche Zwerg­scha­fe) errichtet.

Der Standort für die neuen Gehege südlich der Schwarz­wald­halle wurde im Reali­sie­rungs­wett­be­werb "Zoolo­gi­scher Stadt­gar­ten" vom April 2007 festgelegt. Den ersten Preis erhielt hier das Archi­tek­tur­büro Irmscher Karls­ru­he/Halle zusammen mit dem Landschafts­pla­nungs­büro Därr aus Halle. Sie wurden daher mit der Planung und Ausführung des Strei­chel­zoos, als vorge­zo­ge­nem Baustein des Zookon­zepts, beauftragt.

Ställe:
Die tragenden Teile der Gebäude mit Funda­men­ten, Stützen und Decken wurden in Stahlbeton erstellt. Die Flach­dä­cher wurden extensiv begrünt.
Im großen zweitei­li­gen Stall bei der Schwarz­wald­halle ist auf 255 Quadrat­me­tern Nutzfläche Platz für Schafe und Ziegen, Pony und Esel, Kaninchen und Brüter, Geflügel und auch Schweine sowie Bewirt­schaf­tungs­räume.
Im 50 Quadrat­me­ter großen, zentralen Innenhof, dessen Glasdach vor Regen schützt aber Wind durchlässt, können sich Besuche­rin­nen und Besucher auf Schau­ta­feln und pädago­gi­schen Elementen über bedrohte Haustier­ras­sen und Nutztier­hal­tung infor­mie­ren oder in die Ställe und die Futter­kü­che schauen.
Ein wenig versteckt zwischen Schwarz­wald- und Garten­halle steht dann noch das Heulager.
Die Alpakas erhielten im südlichen Teil einen geson­der­ten Stall mit 30 Quadrat­me­tern.
Die Gehege­flä­chen umfassen mehr als 3.000 Quadrat­me­ter. Es gibt Vorgehege an den Ställen, Rückzugs­ge­hege, eine Voltigier-Fläche und jedes Gehege hat einen besonderen Boden­auf­bau.
Über zwei Einstieg­stürme können die Kinder in das Kontakt­ge­hege klettern. Es gibt aber auch einen bequemeren Zugang durch ein Doppeltor in das Freige­län­de der Ziegen und Schafe. Entlang des Zaunes am Besucher­weg besteht an gepflas­ter­ten Flächen noch die Möglich­keit, direkt mit den Eseln, Ponys oder Alpakas in Kontakt zu kommen.

Fotos: © ONUK Fotografie, Karlsruhe

 

Gebäu­de­pla­nung und Ausführung:
Archi­tek­tur­büro Irmscher, Halle

Landschafts­pla­nung
Büro Därr, Halle

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Mai 2011 - August 2011

Gesamt­auf­wand:
ca. 1,8 Mio Euro