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Karlsruhe: Hochbau

Photovoltaikanlage auf den Werkstätten des Gartenbauamts


Als städtische Gebäude sind meist Rathäuser, Museen oder Schulen und Kinder­gär­ten bekannt. Dass es ganz andere Standorte gibt, nämlich solche, in den enener­gie­hung­rige Anlagen und Maschi­nen ­zum Einsatz kommen, ist weniger im öffent­li­chen Bewusst­sein. Eine derartige Einrich­tung sind die Zentralen Werkstät­ten­des ­Gar­ten­bau­am­tes in der Bulacher Litzen­hardt­straße. Sie wurden nun mit der bisher größten stadt­ei­ge­nen Photo­vol­taik­an­la­ge ­aus­ge­rüs­tet. In den Werkstät­ten fällt ein hoher Energie­be­dar­f an: es werden mit metall- und holzver­ar­bei­ten­den Maschinen, einer Lackie­re­rei sowie einer Maschinen- und Geräte­werk­stat­t viel­fäl­tige Leistungen für die Stadt erbracht.
Eine Option, den Standort durch Ladesäulen für E-Mobilität des Gar­ten­bau­am­tes zu ergänzen, wird geprüft.
Um den Energie­be­darf in Teilen selbst zu decken, wurden auf den Sat­tel­dä­chern der Werkstät­ten über 1.000 Photo­vol­taik-Module in Süd­aus­rich­tung montiert. Mit einer Spitzen­leis­tung von 262 Ki­lo­watt peak (kWp) hat die Anlage im ersten Jahr bereits rund 200 Megawatt­stun­den Energie erzeugt. Der Stand­ort ­Lit­zen­hardt­straße wäre in der Lage, den jährlichen Strom­bedar­f von 65 Karlsruher Zwei-Personen-Haushalten zu erzeugen.
Zur Reduktion des Energie­be­darfs wurden am Standort weitere, sehr rentable Inves­ti­tio­nen zur Einsparung von Energie um­ge­setzt: LED-Beleuch­tung in vielen Werkstät­ten, Wärme­däm­mung ­der obersten Geschoss­de­cke und eine energe­ti­sche Aufwertung der vor­han­de­nen Rolltore. Auch hier kommen die nötigen Mittel aus dem verwal­tungs­in­ter­nen Klima­schutz­fonds. Der Verbund aller ­Maß­nah­men erspart der Umwelt jährlich Emissionen von über 150 Tonnen Kohlen­di­oxid.
Mit den Karlsruher Stadt­wer­ken soll die langjäh­rige Koope­ra­tion ­fort­ge­setzt
werden, es folgen derzeit weitere gemeinsame LED- und Pho­to­vol­taik-Projekte.

 

Planung und Ausführung:
Inge­nieur­büro Elektro­tech­nik, Hr. Rayher, Karlsruhe

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Juni 2015 bis April 2016

Gesamt­auf­wand:
585.000 Euro