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Karlsruhe: Hochbau

Max-Planck-Gymnasium

Erweiterung H-Bau


Das am Oberwald gelegene Max-Planck-Gymnasium in Karls­ruhe-Rüppurr besteht aus unter­schied­li­chen Gebäu­de­tei­len und wurde von 1954 bis 1982 in mehreren Bauab­schnit­ten er­rich­tet.
Die Erwei­te­rung des H-Baus (nach Norden) setzt den Entwurf des 1. Preis­trä­gers einer 2011 ausge­lob­ten Mehrfach­be­auf­tra­gung um.

Der neue Anbau besteht aus zwei einfachen, formal stren­gen ­Bau­kör­pern, deren Konzeption sich gleicher­ma­ßen aus dem vor­han­de­nen räumlichen Kontext sowie den funktio­na­len An­for­de­run­gen entwickelt hat.
Mittels eines "trans­pa­ren­ten" Baukörpers, als Fortset­zung der Aula und deren Vorbereich, wird das Herzstück der Schule um eine Mul­ti­funk­ti­ons­flä­che und den sich daran anschlie­ßen­den ­Schü­ler­auf­ent­halts­be­reich erweitert.
Zwischen dem beste­hen­den Treppen­haus, der Aula und dem Schü­ler­auf­ent­halts­raum wurde ein großer Foyer­be­reich geschaffen, der Raum für die vielen, auf hohem Niveau statt­fin­den­den ­Ver­an­stal­tun­gen bietet.
Die neue Halle und der Schüler­auf­ent­halt liegen, tiefer als das be­ste­hende Erdge­schoss, auf der Höhe des Pausen­ho­fes.
Sitz­stu­fen vermitteln zwischen den beiden Niveaus und binden so die Aula an den Außen­be­reich an.
Die Halle ist zweige­schos­sig und wird durch ein Glasdach ­über­deckt. Sie hat gleich­zei­tig die räumlichen Qualitäten eines In­nen- und eines Außen­rau­mes. Unter­stützt wird dies dadurch, dass die vorhan­de­nen Fenster der seitlich an die Halle an­gren­zen­den ehemaligen Außenwände nur durch Festver­gla­sun­gen ­mit Brand­schutz­an­for­de­run­gen ersetzt wurden.
Ein zweiter, "geschlos­se­ner" Baukörper streckt sich quer in und über den trans­pa­ren­ten Baukörper in die Landschaft nach Osten. Er ist aufge­stän­dert und beinhaltet die gefor­der­ten Fach- und Klas­sen­räume mit räumlichem Abstand zum Pausenhof, der so, mit einer überdach­ten Pausen­flä­che, eine neue Qualität hinzu ­ge­winnt.
Die Erschlie­ßung des neuen Gebäu­de­teils erfolgt über den vor­han­de­nen Treppen­flur im H-Bau und eine Brücke in der ver­glas­ten zweige­schos­si­gen Halle.
Ein Aufzug im Bereich der Sitzstufen verbindet das derzei­ti­ge Erd­ge­schoss­ni­veau mit Ober- und Unter­ge­schoss und dem Niveau des Pau­sen­ho­fes.
Die Fach- und Klassen­räume sind im Oberge­schoss nach Norden zum Schul­hof orientiert. Durch ein großzü­gi­ges Fenster­band mit Schie­be­ele­men­ten und einer nur kniehohen Brüstung können die Schü­ler auch im Sitzen eine Erwei­te­rung des Raumes in die Baum­wip­fel der Platanen erfahren.
Die Kunst am Bau ist ein hinter­leuch­te­tes Wand-Bild aus Glas mit dem Titel "Saat", von Margit Abele, Karlsruhe
Der gesamte Schulhof wurde ebenfalls erneuert. Der Entwurf und die Ausführung erfolgten durch das Garten­bau­amt.

Fotos: © Atelier Altenkirch, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung

Jöndel . Zimmerlin . Archi­tek­ten, Karlsruhe

Projekt­lei­tung

Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit

September 2014 bis September 2016

Gesamt­auf­wand

4.600.000 Euro