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Karlsruhe: Hochbau

Ludwig-Erhard-Schule

Erwei­te­rung, Aufsto­ckung und Anbau

 


Für die in einer engen räumlichen Einheit mit dem Kantgym­na­si­um ­lie­gende Ludwig-Erhard-Schule wurde ein zusätz­li­cher ­Flä­chen­be­darf von 1.000 m² Klassen­raum zzgl. Neben­flä­chen ­fest­ge­stellt. Da das Haupt­ge­bäude keine Er­wei­te­rungs­mög­lich­kei­ten hat und außerhalb des Schula­re­als k­eine zusätz­li­chen Flächen reali­sier­bar waren, sollten die zu­sätz­li­chen Flächen durch eine Erwei­te­rung des aus den 60er Jah­ren stammenden Pavillons auf der dem Haupt­ge­bäude gegen­über­ ­lie­gen­den Hofseite geschaffen werden. Es war jedoch erfor­der­lich ­den Pavillon während der Arbeiten unein­ge­schränkt für den Schul­be­trieb zu erhalten

Konzept

Eine Aufsto­ckung des Pavillons um ein Vollge­schoss und ein groß­teils aufge­stän­der­ten Erwei­te­rungs­bau mit 4 Vollge­schos­sen ­ver­rin­gern die nutzbare Hoffläche nur in geringem Umfang und nutzen die in ihrer Anlage groß bemessenen Treppen des Pa­vil­lons. Der `Lichthof` zwischen Bestand und Anbau ermög­licht eine natürliche Belüftung und Belichtung der Klassen­räume. Gleich­zei­tig gewähr­leis­tet er, dass die bereits beste­hen­den ­Klas­sen­räume unein­ge­schränkt und auch während der Bauzeit weiter ­ge­nutzt werden können.

Aufsto­ckung

Die Aufsto­ckung ist als eigen­stän­dige, aufge­setzte Konstruk­tion ­kon­zi­piert, die über die Verlän­ge­rung der vorhan­de­nen Treppen er­schlos­sen wird und 4 Klassen­räume sowie eine Sonder­klas­se (­Übungs­fir­ma) beinhaltet. Als Unterbau dient eine ­Stahl­trä­ger­kon­struk­tion, die auf das Dach des Bestan­des­ auf­ge­setzt wird und die Lasten kontrol­liert abführt. Hierauf wer­den Wände in Massiv­holz­bau­weise aufgesetzt, die die Dach­kon­struk­tion aus Brett­schicht­bin­dern und Neben­trä­gern ­tra­gen. Konstruk­tiv eigen­stän­dig sind die Fassaden zur Hofseite, die in Holz-Rahmen-Bauweise erstellt werden. Die Holz­kon­struk­tion wird außen­sei­tig mit hinter­lüf­te­ten Fassa­den­kon­struk­tio­nen aus Blech oder Sperrholz verkleidet.

Anbau

Der Anbau hat 4 Vollge­schosse (EG-3. OG) und schließt mit der Auf­sto­ckung auf gleicher Höhe ab. Analog zum Achssystem des Be­stan­des werden hier in den Oberge­schos­sen insgesamt 6 große ­Klas­sen­räume geschaffen. Im Erdge­schoss befinden sich ­zu­sätz­li­che Sanitär­an­la­gen. Der Zugang erfolgt über eines der Trep­pen­häu­ser und die neu erstellte Verbin­dungs­brücke, die auch als geschütz­ter Pausen­be­reich fungiert. Der Anbau wird als Stahl­be­ton­kon­struk­tion mit Flach­grün­dung und Flach­de­cken ­aus­ge­führt, die im EG teilweise aufge­stän­dert ist. Raumho­he ­Fens­ter auf beiden Längs­sei­ten sorgen für gleich­mä­ßi­ge ­Licht­ver­hält­nisse. Die Lüftung erfolgt über separate, geschlos­sene Lüftungs­flü­gel.

Fotos: © Atelier Altenkirch, Karlsruhe

 

Planung und Ausführung:
ASSEM ARCHI­TEK­TEN, Karlsruhe

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit inkl. Abbruch:
August 2005 - September 2006

Gesamt­auf­wand:
6.200.000 Euro


Plakat (PDF, 2.16 MB)

Urkunde Holzbaupreis 2009 (PDF, 361 KB)