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Karlsruhe: Hochbau

Integrierte Leitstelle

Neubau


Planung und Ausführung

HIIIS Harder Stumpfl Schramm, Stuttgart

Projekt­lei­tung

Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit

November 2013 bis August 2016

Gesamt­auf­wand

26.666.000 Euro

 

Der Neubau der integrier­ten Leitstelle in Karlsruhe befin­det ­sich in exponier­ter Lage am südöst­li­chen Stadt­ein­gang an einer der Haupt-zufahrts­s­tra­ßen und nördlich der ICE-Strecke Karlsruhe - Mannheim. In Verlän­ge­rung der neuen Haupt­feu­er­wa­che, die zur­zeit gebaut wird, ist die Leitstelle in einem eigen­stän­di­gen 5-geschos­si­gen Baukörper unter­ge­bracht. Das Gebäude bildet den Kopf des neuen Tors zur Stadt und ist gleich­zei­tig als Ge­lenk­punkt zwischen Stadtpark und Ostauepark zu ver­ste­hen.

Die in Passiv­bau­weise erbaute Leitstelle wird vom Deutschen Ro­ten Kreuz, der Feuerwehr der Stadt und des Landkrei­ses ­Karls­ruhe genutzt.Über die großzügige Platz­flä­che mit dem geo­me­trisch angelegten Löschteich, die sowohl die neue Haupt­feu­er­wa­che als auch die integrier­ten Leitstelle erschließt, erreicht man erdge­schos­sig das Foyer mit Präsen­ta­ti­ons­raum. Der Plan­übungs­raum schließt sich im 1. Oberge­schoss an. Auskra­gen­d ­über der Eingangs­platz­flä­che sind im 2. und 3. Oberge­schoss die Stabs- und Unter­richts­räume, die Verwaltung, sowie Aufent­halts- und Sozial­be­rei­che unter­ge­bracht.

Das Herzstück der Leistelle bildet die Einsatz­zen­trale, welche ­kom­bi­niert mit Bespre­chungs­raum und abgesetz­ter Notru­f­ab­frage im 4. Oberge­schoss, mit Panora­ma­blick platziert ist.

Mit dem Neubau wurde eine maßge­schnei­derte Lösung verwirk­licht, die dem komplexen Anfor­de­rungs­pro­fil einer integrier­ten Leit­stelle sowohl in städte­bau­li­cher als auch funktio­na­ler Hin­sicht entspricht.

Das voll unter­kel­lerte Gebäude wurde in Stahl­be­ton­mas­siv­bau­wei­se ­mit weißer Wanne errichtet.Die Fassa­den­struk­tur aus vor­ge­fer­tig­ten, perfo­rier­ten Alumi­ni­um­pro­fi­len in un­ter­schied­li­chen Kantungen mit einer dahinter liegenden, gefärbten Membran lassen je nach Blick­win­kel und Sonnen­stand ein dif­fe­ren­zier­tes Erschei­nungs­bild entstehen. Diese Fassa­den­struk­tur ermöglicht es, auf sämtliche inneren und äu­ße­ren Einflüsse wie Belichtung, Belüftung, Schall­schutz, Witte­rungs­schutz, Sonnen­schutz, Sicherheit, Behag­lich­keit, sowie den hetero­ge­nen Nutzungs­an­for­de­run­gen, flexibel zu reagieren.

Die Fenster wurden größten­teils als Kasten­fens­ter ausge­bil­det, die zur Verbes­se­rung des Schall­schut­zes dienen und eine wit­te­rungs­u­n­ab­hän­gige Nutzung des Sonnen­schut­zes ermög­li­chen.

In den indus­tri­ell gefer­tig­ten Aufbauten auf dem hochwer­tig ­ge­dämm­ten Flachdach ist ein Großteil der Technik­an­la­gen un­ter­ge­bracht.

Im Inneren sorgen Betonwände als Speicher­masse, mecha­ni­sche Be- und Entlüftung sowie Klima­ti­sie­rung in Teilbe­rei­chen für einen aus-gewogenen Klima­haus­halt. Eine Akzen­tu­ie­rung der un­ter­schied­li­chen Raumsi­tua­tio­nen erfolgt mittels na­tur­be­las­se­nen, akustisch wirksamen Materia­lien, funk­ti­ons­ge­rech­ten Einbau­mö­beln und Einsatz eines abgestimm­ten Farb­kon­zepts.

Die integrierte Leitstelle Karlsruhe ist mit ihren 19 voll­wer­ti­gen Ein-satzleit­plät­zen und durch den risiko­ver­teil­ten Auf­bau der gesamten Leitstel­len- und Netzwerk­ver­tei­lung für zu­künf­tige Entwick­lun­gen in Baden-Württem­berg bestens gerüstet. Unter­stützt werden die Mitar­bei­ter der Leitstelle durch eine hoch moderne und flexible Medien­tech­nik. Diese beinhaltet, beispiels­weise eine Großbild­schirm­wand, auf der alle wichti­gen ­In­for­ma­tio­nen zentral angezeigt werden oder ein Vi­deo­kon­fe­renz­sys­tem, über das bei Großscha­dens­la­gen mit dem Re­gie­rungs­prä­si­dium Karlsruhe die Einsatz­la­gen koordi­nier­t wer­den können. Die Anbindung der Integrier­ten Leitstelle an die Feu­er­wa­chen im Stadtkreis Karlsruhe und die Redun­danz­leit­stel­le in Bruchsal erfolgt über redundante Richtfunk- und Licht­wel­len­lei­teran­bin­dun­gen.

Fotos: © bild_raum, Karlsruhe