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Karlsruhe: Hochbau

Augustenburg Gemeinschaftsschule und Stadtteilbibliothek Grötzingen


Die Augus­ten­burg Gemein­schafts­schule wird als 3-zügige Pri­mar­stufe (Grund­schu­le) mit Ganzta­ges­be­trieb und 2,5-zügiger ­Se­kun­dar­stufe geführt. Sie ist Gemein­schafts­schule und Inklu­si­ons­schule.

Bei der Überprü­fung der Erwei­te­rungs­mög­lich­keit der beste­hen­den ­Schul­ge­bäude im Jahr 2012 wurde beim Erwei­te­rungs­bau aus den 70er Jahren eine Schad­stoff­be­las­tung durch Asbest festge­stellt, die zu einer Nutzungs­un­ter­sa­gung führte. Der Raumbedarf wurde ­zu­nächst durch drei Contai­ner­pro­vi­so­rien gedeckt. Für das neue ­Ge­samt­kon­zept wurde ein Archi­tek­tur­wett­be­werb ausgelobt.

Der Schul­kom­plex setzt sich aus sechs Gebäuden unter­schied­li­cher ­Bau­zei­ten zusammen, die sich um einen gemein­sa­men Schul­hof ­grup­pie­ren. Der Wettbe­w­erb­s­ent­wurf sieht zwei Neubauten vor, die sich in das Gebäu­de­en­sem­ble einfügen und ergänzen.

Der Neubau für die Primar­stufe bindet an das histo­ri­sche Schloss­schul­ge­bäude an. Im Erdge­schoss und ersten Oberge­schoss ist die öffent­li­che Stadt­teil­bi­blio­thek verortet.

Ein zweiter Neubau Raum für das Lernhaus und die Fach­klas­sen­räume der Klassen 5 bis 10, sowie für die Mensa und die Schul­ver­wal­tung.

Die Grund­riss­or­ga­ni­sa­tion ist den Ansprüchen neuer pädago­gi­scher ­Kon­zepte wie "Lern­grup­pen", "offenem Unter­richt" und "­Lern­land­schaf­ten" entge­gen­kom­men. So sind z. B. Flure nicht nur Ver­kehrs­flä­chen, sondern bieten die Möglich­keit als indivi­du­el­le "­Lern- und Arbeit­sor­te" genutzt zu werden.

Die tragenden Außenwände aus Beton sind mit einer A­lu­mi­nium-Blech­fassade verkleidet. Im Inneren dominie­ren ­Sicht­be­ton, Holzver­klei­dun­gen und gespach­telte Wandober­flä­chen. Ziel war es mit robusten und bestän­di­gen Materia­lien ein Gebäu­de ­mit hoher Aufent­halts­qua­li­tät für die Nutzer zu schaffen.

Die Wärme­ver­sor­gung für den Neubau erfolgt über das auf dem Schula­real verortete Block­heiz­kraft­werk.
Der Passiv­haus­stan­dard für beide Neubauten wurde durch­ ent­spre­chende Dämmstär­ken in der Wand- und Dachkon­struk­tion, durch Dreifach­ver­gla­sung der Fenster und den Einbau von zen­tra­len Lüftungs­an­la­gen erreicht. Diese sorgt für einen mög­lichst energie­ef­fi­zi­en­ten, hygie­ni­schen Luftwech­sel der Auf­ent­halts­räume.

Die Neuge­stal­tung der Außen­an­la­gen bezieht den umfang­rei­chen ­Baum­be­stand mit ein. Mit neuen Fahrra­dab­stell­plät­zen, Sitz- und Ak­tiv­be­rei­chen werden attraktive Freibe­rei­che geschaffen, die die Aufent­halts­qua­li­tät auch im Außenraum erhöhen.

 

Planung und Ausführung:
Schwinde Archi­tek­ten, München

Projekt­lei­tung:
Amt für Hochbau und Gebäu­de­wirt­schaft

Bauzeit:
Juli 2016 bis April 2019

Gesamt­auf­wand:
ca. 14,63 Mio. Euro