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Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Bodenrichtwerte

Boden­richt­werte zum Jahresende 2016 ermittelt

Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf der In­ter­net-Startseite des Gutach­ter­aus­schus­ses!

Boden­richt­werte sind durch­schnitt­li­che La­ge­werte, bezogen auf den Quadrat­me­ter ­Grund­stücks­flä­che, die gemäß § 196 Bauge­setz­buch vom Gut­ach­ter­aus­schuss für Grund­stücks­werte für eine Mehrzahl von Grund­stücken mit im wesent­li­chen gleichen Nutzungs- und Wert­ver­hält­nis­sen ermittelt werden. In bebauten Gebieten sind die Boden­richt­werte mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre.

Zustand und Struktur der umgebenden gebiet­s­ty­pi­schen Bebau­ung ­kön­nen jedoch insbe­son­dere die Lagemerk­male und damit den Bo­den­richt­wert beein­flus­sen.

Die Boden­richt­werte sind nach dem Entwick­lungs­zu­stand geglie­der­t und nach der jeweiligen Art und dem Maß der baulichen Nutzung, dem erschlie­ßungs­bei­trags­recht­li­chen Zustand sowie bei den Grund­stücks­ty­pen 10, 15 und 25 nach der Grund­stücks­tie­fe ­be­stimmt (bei BEL und RBL nur Entwick­lungs­zu­stand und Art der bau­li­chen Nutzung). Sie beziehen sich auf ein Grundstück mit de­fi­nier­tem Grund­stücks­zu­stand (Boden­richt­wert­grund­stück).

Abwei­chun­gen des einzelnen Grund­stücks in den wertbe­stim­men­den Ei­gen­schaf­ten, wie Lage und Entwick­lungs­zu­stand, Form, Größe, Tiefe, Boden­be­schaf­fen­heit, Art und Maße der baulichen Nutzung, Immis­sio­nen, Erschlie­ßungs­zu­stand, Flächen oder Maßnahmen zum Aus­gleich im Sinne § 1a, Abs. 3 Bauge­setz­buch bewirken i.d.R. Abwei­chun­gen des Verkehrs­werts vom Boden­richt­wert. Dies gilt auch für öffent­li­che Maßnahmen wie Straßen- und Bahnflä­chen, wo sich ortsüblich besondere Teilmärkte gebildet haben. Insofern ­sind die Boden­richt­werte nicht identisch mit dem Verkehrs­wer­t o­der dem Kaufpreis eines Grund­stücks und können im Einzel­fall eine sachver­stän­dige Werter­mitt­lung nicht ersetzen.

Bei der Ermittlung der Boden­richt­werte sind sog. Altlasten (z. B. Verun­rei­ni­gun­gen des Unter­grun­des), im Grundbuch einge­tra­ge­ne Las­ten und Beschrän­kun­gen, Eintra­gun­gen im Baulas­ten­ver­zeich­nis, nach­tei­lige Boden­be­schaf­fen­hei­ten (z. B. Böschun­gen), der Wert vor­han­de­ner baulicher Anlagen, Anpflan­zun­gen etc. nicht ­be­rück­sich­tigt.

In Sanie­rungs­ge­bie­ten verstehen sich die Boden­richt­werte nach dem Zustand der Grund­stücke ohne Aussicht auf eine Sa­nie­rung.

Boden­richt­werte haben keine bindende Wirkung. Rechts­an­sprü­che hin­sicht­lich des Bauleit­pla­nungs- oder Bauord­nungs­rechts (z. B. Bebau­bar­keit eines Grund­stücks) oder gegenüber den Land­wirt­schafts­be­hör­den können aus den Boden­richt­wert­an­ga­ben ­nicht abgeleitet werden. Insbe­son­dere für die Ent­wick­lungs­zu­stände BEL und RBL wird darauf hinge­wie­sen, dass keine parzel­len­scharfe bzw. verbind­li­che Aussage getrof­fen wer­den kann.

Veröf­fent­li­chung

Boden­richt­werte für das Jahr 2016 am 2. Juni 2017
Boden­richt­werte für das Jahr 2014 am 26. Juni 2015

 


 


Bodenrichtwerte im Internet

Orts- und zeitu­n­ab­hän­gig können Boden­richt­werte für den Bereich der Stadt Karlsruhe noch kostenfrei abgerufen werden.

Sie können nach Lagebe­zeich­nung (Straße und Hausnum­mer) oder nach Flurstücks­num­mer suchen.