Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt.

Karlsruhe: Leben und Arbeiten

Asbest

Asbest ist der Sammel­be­griff für eine Gruppe natürlich vorkom­men­der faser­för­mi­ger Silikat­mi­ne­rale, die aufgrund einiger hervor­ra­gen­der Eigen­schaf­ten in mehr als 3000 Produkten, überwie­gend im Baubereich, zum Einsatz kamen. Dabei wird unter­schie­den zwischen fest gebundenem Asbest wie z.B. Asbest­ze­ment/-platten, Boden­be­läge, Dachein­de­ckun­gen, Fassa­den­ver­klei­dun­gen, Rohre (alle Bereiche des Hoch- und Tiefbaus), Fenster­bänke oder Garten­ar­ti­kel z.B. Blumen­käs­ten und schwach gebun­de­nen Asbest­pro­duk­ten, die überwie­gend dem Brand-, Wärme- und Schall­schutz dienen wie z.B. Putz / Mörtel, Isolier- / Dämmma­te­rial, Lüftungs­kanäle oder Brand­schutz­mat­ten.

Wellplatten „Eternit“

 

Wellplatten „Eternit“

 

Faserplatten zur Innenverkleidung

 


Da Asbest­fa­sern eine krebs­er­zeu­gende Wirkung haben und Schäden in Atmungs­or­ga­nen hervor­ru­fen, gilt seit 2005 EU-weit ein absolutes Herstel­lungs- und Verwen­dungs­ver­bot.

Der Umgang mit Asbest beschränkt sich daher auf Abbruch-, Sanierungs- oder Instand­hal­tungs­ar­bei­ten. Das bedeutet:

  • Gefahr­stoff­ver­ord­nung, Anhang II, Nr. 1 beachten
  • Schutz­maß­nah­men nach TRGS 519 beachten

Ausgebaute Asbest­pro­dukte dürfen nicht veräußert oder erneut verwendet werden!

Am besten überlassen Sie jedoch die Beurtei­lung und Entfernung von asbest­hal­ti­gem Material einem zugelas­se­nen Fachbe­trieb, der auch gleich die fachge­rechte Entsorgung übernimmt.

Private Anlieferer geringer Mengen asbest­hal­ti­gen Materials können dieses gegen Gebühr auf der Wertstoffs­ta­tion, Nordbe­cken­str.1, im Rhein­ha­fen entsorgen. Infor­ma­tio­nen hierzu sowie weitere Auskünfte erhalten Sie unter der Behör­den­num­mer 0721 115.

Der beabsich­tigte Umgang mit Asbest bei gewerb­lich (auch Landwirte und Ich-AG) ausge­führ­ten Abbruch-, Sanierungs- oder Instand­hal­tungs­ar­bei­ten (ASI-Arbeiten), ist vom Auftrag­neh­mer spätestens 7 Tage vor Beginn der Arbeiten der Gewer­be­auf­sicht beim Umwelt- und Arbeits­schutz (wie in der TRGS 519, Anlage 1 beschrie­ben) anzuzeigen. Ein Durch­schlag der Anzeige ist auch dem zustän­di­gen Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger zu übersenden.


Gefahrstoffverordnung

TRGS-519


umwelt-arbeitsschutz@karlsruhe.de

Telefon: 0721/ 133-3101
 

Das könnte Sie auch interessieren