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Karlsruhe: Wirtschaftsförderung

Innovatives Signal aus Karlsruhe „Future Mobility Award“ verliehen: „BeeSonix“ ausgezeichnet


Gesucht waren intel­li­gente Mobili­täts­lö­sun­gen für den öf­fent­li­chen Perso­nen­ver­kehr. Die Initia­to­ren des Future ­Mo­bi­lity Awards, Automotive Enginee­ring Network (aen), Messe ­Karls­ruhe, Nahver­kehrs-praxis" und die Wirtschafts­för­de­rung ­Karls­ruhe, hatten Start-ups dazu aufge­for­dert, innova­ti­ve ­Kon­zepte einzu­rei­chen. Der Gewinner wurde nun im Rahmen einer vir­tu­el­len Ehrung am 19. Mai 2020 feierlich bekannt gegeben: es ist das Start-up BeeSonix.

Mit dem Preis wurden zum ersten Mal nachhal­ti­ge ­Mo­bi­li­täts­lö­sun­gen für den öffent­li­chen Verkehr ausge­zeich­net. Gemeinsam mit Karlsruhes Oberbür­ger­meis­ter Dr. Frank Mentrup ­über­reich­ten Britta Wirtz, Geschäfts­füh­re­rin der Messe ­Karls­ruhe, Annika Egloff-Schoenen, Leiterin Digitale Medien & Veran­stal­tun­gen der Fachzeit­schrift "Nahver­kehrs­pra­xis" und Wal­de­mar Epple, Vorstands­vor­sit­zen­der des aen die Trophäe sowie ei­nen Scheck über 5.000 Euro.

Ultra­schall-Kommu­ni­ka­tion von BeeSonix" überzeug­te

Wie von Geister­hand erscheinen in Bahnen auf Smart­pho­nes der Fahr­gäste relevante Infos. Umgesetzt wird dies von einem jungen ­Start-up mit Ursprung in Mannheim, das eine Ul­tra­schall-Kommu­ni­ka­tion zwischen Fahrt-Ansagen und mobilen End­ge­rä­ten der Reisenden ermöglicht. Stichwort "laut­lo­se ­Durch­sa­gen": Die Visionäre von "BeeSonix" verwenden dafür ­Sound-Dateien, die Töne im Ultra­schall-Bereich enthalten. Damit wer­den die üblichen Ansagen genutzt, um zusätz­li­che Infos mit Mehr­wert zu trans­por­tie­ren. So können Reise­in­for­ma­tio­nen pass­genau ausge­spielt werden, Halte­stel­len und Fahrzeuge machen ­ge­wis­ser­ma­ßen den nächsten digitalen Schritt, "ohne dass dafür neue Hardware benötigt wird", erläutert Waldemar Epple, Vorstands­vor­sit­zen­der des "Auto­mo­tive Enginee­ring Networks" (aen): "Und diese Ultra­schall-Signale wären auch zügig in der Praxis umsetzbar."

Intel­li­gente Lösungen im öffent­li­chen ­Per­so­nen­ver­kehr

Die Initia­to­ren hatten Start-ups dazu aufge­for­dert, entspre­chende Konzepte und Projekte einzu­rei­chen, und sich dem Wett­be­werb zu stellen. "Die Bandbreite der einge­reich­ten Themen ist dabei sehr groß", so Britta Wirtz, Geschäfts­füh­re­rin der Messe Karlsruhe: "Mit dem Award möchten wir den innova­ti­ven I­deen eine Plattform bieten, damit sie auch sichtbar werden und die Aufmerk­sam­keit bekommen, die sie verdienen."

Ob Konzept, Strategie, Grad der Innovation, Relevanz für die Ge­sell­schaft, Potenzial für den Erfolg, Nachhal­tig­keit, Nutzen für Passagiere oder Integra­tion in bestehende Systeme: Die 25 ein­ge­reich­ten Projekte wurden von einer Exper­ten­jury mit un­ter­neh­me­ri­schem und wissen­schaft­li­chem Hinter­grund bewertet. Am Ende stand "BeeSonix" als Sieger fest: "Das ist eine große Ehre für uns", freuten sich Timo Häcker, Alexander Kowollik und Birk Schweppe vom ausge­zeich­ne­ten Start-up, die in der Vi­deo­kon­fe­renz zugeschal­tet waren.

Nach­hal­tige Mobili­täts­lö­sun­gen gefragt

Es ist ein deutliches Signal, das von Karlsruhe ausgeht: In der Stadt von Benz, Drais und dem "Testfeld Autonomes Fahren" werden mit dem "Future Mobility Award" besonders nachhal­ti­ge ­Mo­bi­li­täts­lö­sun­gen für den öffent­li­chen Verkehr ausge­zeich­net. "Ob der guten Qualität und innova­ti­ven Ansätze war es eine Her­aus­for­de­rung, den Gewinner zu ermitteln", erläuterte Michael ­Kai­ser, Direktor der Wirtschafts­för­de­rung Karlsruhe: "Es ist uns ein besonderes Anliegen, Start-ups auf ihrem Weg zu unter­stüt­zen - gerade auch vor dem Hinter­grund des 'CE-Connector', einem EU-Programm, das Neugrün­dun­gen künftig noch stärker un­ter­stützt." Start-ups werden dabei als wichti­ge In­no­va­ti­ons­trei­ber gesehen, die den künftigen Wohlstan­d ­Mit­tel­eu­ro­pas garan­tie­ren. Das "CE-Connector"-Projekt möchte die Anzahl der "Business Angels" erhöhen und In­ves­ti­ti­ons-Kompe­ten­zen verbessern.

"Es ist besonders in diesen Zeiten wichtig, dass Innova­tio­nen um­ge­setzt werden können", so Oberbür­ger­meis­ter Dr. Frank ­Men­trup, und betonte die Bedeutung des Awards für die Stadt­ ­Karls­ruhe vor dem Hinter­grund innova­ti­ver Mobilität, Start-ups und Gründer­szene. Eine großartige Idee könnte nun auch hier um­ge­setzt werden. Denn in Sachen kreative und innova­ti­ve ­Part­ner, sei Karlsruhe eine gute Adresse, so Dr. Mentrup: Hier sei eine sehr starke, aktive, gut vernetzte Start-up-Szene in Kom­bi­na­tion mit vielen Forschungs­in­sti­tu­ten und Univer­si­tä­ten. Gerade bei neuen Entwick­lun­gen in einem der zentra­len ­Zu­kunfts­fel­der agieren zudem Wirtschafts­för­de­rung und "aen" als I­ni­tia­tor, Vermittler und Beschleu­ni­ger von Innova­tio­nen, bündeln Exper­ten­wis­sen und begleiten kleine und mittel­stän­di­sche Un­ter­neh­men sowie Start-Ups auf ihrem Weg, damit diese auch ihre ­Neue­run­gen umsetzen können.

Automotive engineering Network (aen)

Artikel aus der Stadtzeitung vom 5. Juni 2020

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