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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Verbrechen werden genannt

Eine Erinne­rungs­stele kommen­tiert nun das Denkmal der 35. Infanterie-Division auf dem Grünstrei­fen zwischen südlicher und nördlicher Hilda­pro­me­nade beim Haydnplatz. Mitglieder der auch in Karlsruhe angesie­del­ten Division betei­lig­ten sich an Kriegs­ver­bre­chen. Das schlimmste geschah beim Dorf Osaritschi in Weißruss­land, wo 1944 etwa 9 000 Zivilis­ten starben. Bei der Enthüllung vor zahlrei­chen Gästen betonte OB Dr. Frank Mentrup am Mittwoch, dass die Stele "deutlich auf die Verbrechen hinweist und sich die Stadt von der seiner­zei­ti­gen Geneh­mi­gung des Denkmals distan­ziert, mit der die Stadt­ver­wal­tung in den 50er/60er-Jahren den Wünschen 'Alter Kamera­den' bereit­wil­lig entgegen gekommen war".

Bei der Gedenk­ver­an­stal­tung für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus sprach Prof. Christian Gerlach, der die Verbrechen aufgedeckt hatte, über die "Welt der 35. Infan­te­rie­di­vi­sion" (Beitrag dazu folgt). -cal-

DER KURIER - Karlsruhe | Stadt­Zei­tung | 29.01.2016

 

KOMMENTIERT: OB Dr. Frank Mentrup begutachtete die Stele zum Denkmal der 35. Infanteriedivision mit Vorgänger Heinz Fenrich. Foto: R. Fränkle

KOMMENTIERT: OB Dr. Frank Mentrup begutachtete die Stele zum Denkmal der 35. Infanteriedivision mit Vorgänger Heinz Fenrich. Foto: R. Fränkle