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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Stadtarchiv: Fahne der Eisernen Front

Stadt­zei­tung vom 1. August 2008

Ergänzt Schau zu Nazi-Schand­fahrt / Ausstel­lung verlängert

(erg) Seit Mittwoch, 30. Juli, ergänzt eine Fahne der "Eisernen Front" die Ausstel­lung "Die Schaufahrt vom 16. Mai 1933" im Ständehaus. Der Karlsruher Führer der Eisernen Front, Gustav Heller, war einer der promi­nen­ten Sozial­de­mo­kra­ten, die an diesem Tag auf einem offenen LKW durch die Stadt und zum KZ Kislau gefahren worden waren. Angeregt durch die Ausstel­lung, hat ein Karls­ru­her Bürger die Fahne dem Stadt­ar­chiv geschenkt.


Die "Eiserne Front" bildete ein von republi­ka­ni­schen Kräften gegrün­de­tes Gegen­ge­wicht zu den seit Oktober 1931 in der Harzburger Front zusam­men­ge­schlos­se­nen rechten Gruppie­run­gen um die NSDAP. Am 22. Februar 1932 veran­stal­tete die Eiserne Front erstmals in Karlsruhe eine Kundgebung. Am 5. Februar 1933 kam es im Anschluss an eine Kundgebung der Eisernen Front und der SPD auf dem Karlsruher Marktplatz, auf der Kaiser- und der Kreuz­stra­ße zu Schlä­ge­reien mit Rechts­ra­di­ka­len.


Die Ausstel­lung über diese Schand­fahrt wird verlän­gert und ist jetzt noch bis zum 27. September zu den üblichen Öffnungs­zei­ten der Stadt­bi­blio­thek zu sehen. Ursprüng­lich war vorgesehen, sie nach der Karls­ru­her Museums­nacht (KAMUNA) am Samstag enden zu lassen.

 

Foto: Bildstelle der Stadt Karlsruhe