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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Ausstellung: Nirgendwo und überall zu Haus

Nirgendwo und überall zu Haus - Gespräche mit Überle­ben­den des Holocaust

Eine Ausstel­lung von Martin Doerry und Monika Zucht

6. November bis 4. Dezember 2010 in der Erinne­rungs­stätte Ständehaus

In den vergan­ge­nen Jahren reiste Martin Doerry quer durch Europa und Amerika, um mit Menschen zu sprechen, die der Vernich­tung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten knapp entkommen sind. Sie gehören zu den letzten Reprä­sen­tan­ten einer unter­ge­gan­ge­nen Welt des europäi­schen Judentums, und sie legen hier eindrucks­voll Zeugnis ab über ihre Geschichte, ihren Kampf ums Überleben und darüber, was es für sie bedeutet, Jude zu sein. Die Fotografin Monika Zucht begleitet die Texte mit ausdrucks­star­ken Schwarz­weiß­por­träts.

Die Ausstel­lung des SPIEGEL-Verlags, die das Stadt­ar­chiv vom 6. November bis zum 4. Dezember 2010 in der Erinne­rungs­stätte Ständehaus im Neuen Stände­haus zeigt, stellt 23 Persön­lich­kei­ten vor, unter ihnen finden sich bekannte Namen wie Heinz Berggruen, Ralph Giordano und Elie Wiesel. Auch die seit Jahrzehn­ten in Karlsruhe lebende Eva Haas, die sich 1939 mit einem Kinder­trans­port nach England retten konnte und 1953 als Kolora­tur­so­pran am Badischen Staats­thea­ter engagiert wurde, gehört zu den porträ­tier­ten Zeitzeugen.

Am Samstag, dem 6. November, wird Martin Doerry im Rahmen der Vernissage der Ausstel­lung um 11 Uhr im Stände­haus­saal mit Eva Haas ein öffent­li­ches Gespräch über ihre Geschichte führen.

Der Eintritt ist frei.


Martin Doerry, geboren 1955, ist promo­vier­ter Historiker und studierte in Tübingen und Zürich. Seit 1998 ist er Stell­ver­tre­ten­der Chefre­dak­teur des SPIEGEL.

Monika Zucht, geboren 1945, war von 1969 bis 2006 Fotografin für Titel­bil­der und Reportagen im SPIEGEL-Verlag.

 

Eva Haas. Foto: Monika Zucht.

Elie Wiesel. Foto: Monika Zucht