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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Karlsruhe und Elsass-Lothringen seit 1871 – Die wechselhafte Geschichte einer Nachbarschaft

Karlsruhe et l'Alsace-Lorraine depuis 1871. Une histoire mouvementée entre deux voisins


9. November 2018 bis 28. April 2019

Stadt­mu­seum im Prinz-Max-Palais


Die Ausstel­lung spannt den Bogen von der Annexion El­sass-Lothrin­gens 1871 durch das deutsche Kaiser­reich bis zur Rück­gabe der "Reichs­lan­de" 1918 an Frankreich und unter­sucht je­weils die Folgen für die badische Landes­haupt­stadt. So grün­de­ten Karlsruher Geschäfts­leute wie etwa der Kaufhaus­in­ha­ber ­Max Knopf Filialen im Elsass, die nach dem Ersten Weltkrieg wie­der aufgegeben werden mussten. Daneben war Elsass-Lothrin­gen ein Absatz­markt für die Karlsruher Industrie geworden, einige Ar­chi­tek­ten aus Karlsruhe betei­lig­ten sich auch an der dort nun ein­set­zen­den reichen Bautä­tig­keit. Natürlich gab es auch Firmen im Elsass und in Lothringen, die ihren Absatz­markt nunmehr in Karls­ruhe hatten.

Die wirtschaft­li­chen und kultu­rel­len Verflech­tun­gen der ba­di­schen Residenz mit dem Nachbar­land werden in der Ausstel­lung dar­ge­stellt. Die Folgen der Trennung nach dem Ersten Weltkrieg ­bil­den den anderen Schwer­punkt der Präsen­ta­tion. Nun kamen ­zahl­rei­che Flücht­linge aus dem benach­bar­ten Elsass-Lothrin­gen nach Karlsruhe. Die Stadt musste knapp ein Fünftel der ca. 32.000 Elsass-Lothringer aufnehmen, die nach Kriegs­en­de flüch­te­ten oder ausge­wie­sen wurden. Daneben war der Verlust ­die­ses Absatz­mark­tes für die Karlsruher Industrie ein we­sent­li­cher Grund für die wirtschaft­li­che Stagnation der Stadt in der Weimarer Republik. Nach der erneuten Annexion von Elsass-Lothringen 1940 war die Verlegung der Hauptstadt nach ­Straß­burg von Gauleiter Robert Wagner bereits beschlos­sen. Der an­dau­ernde Krieg und dann die deutsche Niederlage verhin­der­ten a­ber die Umsetzung dieses Plans. Die zweispra­chige Ausstel­lung en­det mit einem Blick auf die aktuelle Bedeutung des Elsass für Karls­ruhe.

 

Stadt­mu­seum Karlsruhe
im Prinz-Max-Palais (Karl­straße 10)

Öffnungs­zei­ten:
Di, Fr: 10.00 - 18.00 Uhr
Do: 10.00 - 19.00 Uhr
Sa: 14.00 - 18.00 Uhr
So: 11.00 - 18.00 Uhr

 
 

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