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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Online-Einblick: Charleston und Gleichschritt - Karlsruhe in der Weimarer Republik

5 - Kultur

Der Umbruch 1918 und seine Folgen wirkten sich auch auf den Karls­ru­her Kultur­be­reich aus. Zum einen mussten die eng an das Fürs­ten­haus angebun­de­nen Kulturein­rich­tun­gen, das Hoftheater und die Kunsthalle, nun ihre Rolle im demokra­ti­schen Staat neu finden. Zum anderen hatten alle kultu­rel­len Einrich­tun­gen mit den Auswir­kun­gen der wirtschaft­li­chen Krisen­zei­ten, der In­fla­tion bis Ende 1923 und der Weltwirt­schafts­krise ab 1929, zu kämpfen.


Schellackplatte mit Aufnahmen von Mary von Ernst, Sopranistin am Badischen Landestheater, im Bereich Kultur

Schellackplatte mit Aufnahmen von Mary von Ernst, Sopranistin am Badischen Landestheater, im Bereich Kultur



Blick in den Bereich Kultur

Blick in den Bereich Kultur



Aber auch in der Krisenzeit entstand Neues. 1920 fusio­nier­ten ­die Kunst­ge­wer­be­schule und die Akademie der Bildenden Künste zur Ba­di­schen Landes­kunst­schule, die neuen künst­le­ri­schen ­Ent­wick­lun­gen Raum gab. Im Jahr darauf wurde das Badische ­Lan­des­mu­seum eröffnet und so das Karlsruher Schloss einer neuen, kultu­rel­len Nutzung zugeführt. Dort wurden Bestände aus dem Samm­lungs­ge­bäude am Fried­richs­platz mit der Sammlung des Kunst­ge­wer­be­mu­se­ums und anderen Sammlungen zusam­men­ge­führt, darunter die stadt­ge­schicht­li­chen Sammlungen des Stadt­ar­chivs. Im selben Jahr fand die erste Karlsruher Herbst-Woche statt, in der die Kulturein­rich­tun­gen ihre Aktivi­tä­ten konzen­trier­t vor­stell­ten.


Blick in den Bereich Kultur

Blick in den Bereich Kultur


Programmhefte von Karlsruher Varietés

Programmhefte von Karlsruher Varietés



Neben den öffent­li­chen Einrich­tun­gen organi­sier­ten auch priva­te An­bie­ter ein umfang­rei­ches Kultur­pro­gramm. Das Kinoge­wer­be ­boomte, 1932 gab es in Karlsruhe bereits zehn Kinos. Kabaretts und Varietés, die allerdings häufig nur für kurze Zeit ­be­stan­den, boten ein vielfäl­ti­ges Klein­kunst­pro­gramm. In Cafés ­spiel­ten täglich hauseigene Orchester auf und Konzert­di­rek­tio­nen ­brach­ten renom­mierte Orchester nach Karlsruhe. Auch die Musik- und Gesangs­ver­eine trugen mit ihren Konzerten wesentlich zum städ­ti­schen Musikleben bei.


Kinematograph (Leihgabe des 3F Museum, Deidesheim)

Kinematograph (Leihgabe des 3F Museum, Deidesheim)


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weiterführende Literatur: www.karlsruhe.de/weimarliteratur

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