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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Online-Einblick: Charleston und Gleichschritt - Karlsruhe in der Weimarer Republik

4 - Planen und Bauen

Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte in Karlsruhe eine große Woh­nungs­not, die nicht nur das Leben der Menschen ­be­ein­träch­tigte, sondern auch Politik und Verwal­tung ­be­schäf­tigte. Die Stadt Karlsruhe verfolgte das Ziel, den Woh­nungs­man­gel durch städti­schen und städtisch geför­der­ten Woh­nungs­bau zu beseitigen. So entstanden zahlreiche neue Wohn­bau­ten und eigene, neue Siedlungen. Karlsruhe wuchs über den bis­he­ri­gen Stadtrand hinaus.


Eine "Frankfurter Küche" aus der Dammerstock-Siedlung im Bereich Planen und Bauen

Eine "Frankfurter Küche" aus der Dammerstock-Siedlung im Bereich Planen und Bauen


Wohnungssuchanzeigen aus dem Jahr 1927 im Bereich Planen und Bauen

Wohnungssuchanzeigen aus dem Jahr 1927 im Bereich Planen und Bauen



Im Stadtkern wurden Baulücken gefüllt, ehemaliges Bahnge­län­de und freie Flächen wurden überplant. Dabei wurde nicht nur Quan­ti­tät, sondern auch Qualität angestrebt. Die neuen Wohnun­gen ­soll­ten den Refor­mi­deen von "gesundem Wohnen" entspre­chen. Die neue Sachlich­keit in der Kunst beein­flusste Archi­tek­tur und Städ­te­bau, was sich besonders an der Dammer­stock­sied­lung zeigte. Das "Neue Bauen" kontras­tierte mit der weiterhin überwie­gen­d tra­di­tio­nel­len Bauweise in Karlsruhe. Zum Wohnungs­bau kamen nach der Infla­ti­ons­zeit neue öffent­li­che Bauten, unter denen das Rhein­strand­bad Rappenwört 1929 Maßstäbe setzte.


Blick in die Bereich Planen und Bauen

Blick in die Bereich Planen und Bauen


Blick in den Bereich Planen und Bauen

Blick in den Bereich Planen und Bauen


Maßgeb­lich für all das war eine neue Generation von Fachleuten. Der ab 1919 bis zur Absetzung durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten 1933 am­tie­rende Baubür­ger­meis­ter Hermann Schneider war gegen­über­ in­no­va­ti­ven Ideen aufge­schlos­sen. Einen Spezia­lis­ten für den Woh­nungs­bau hatte er mit Johannes Dommer. Carl Peter Pfläs­te­rer war im Tiefbauamt maßgeblich verant­wort­lich für den 1926 vor­ge­leg­ten Entwurf zum Generalbe­bau­ungs­plan, der die räumli­che ­Ent­wick­lung Karlsruhes und seiner Umgebung für die nächsten 50 Jahre vordachte.

Interaktiver Medientisch zu Bauprojekten von 1919 bis 1932

Interaktiver Medientisch zu Bauprojekten von 1919 bis 1932


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