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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Charleston und Gleichschritt - Karlsruhe in der Weimarer Republik

Ausstel­lung im Stadt­mu­seum im Prinz-Max-Palais

Ab 15. November 2019

Charle­ston und Gleich­schritt - die "Goldenen Zwanziger Jahre" und politisch motivierte Straßen­schlach­ten - stehen auch in Karls­ruhe für die Jahre der Weimarer Republik, die zu den span­nends­ten und spannungs­reichs­ten Zeiträumen der Stadt­ge­schichte gehört.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs und weitere Wirtschafts­kri­sen ­brach­ten Erwerbs­lo­sig­keit, Inflation, soziale Notlagen und Woh­nungs­not mit sich. Weite Bevöl­ke­rungs­kreise wandten sich von der demokra­ti­schen Staats­ord­nung ab und politisch radika­len ­Par­teien zu. Mit den damit verbun­de­nen Problemen hatte der erste ­de­mo­kra­ti­sche deutsche Staat dauerhaft zu kämpfen.

Dem standen aber auch viele Erfolge gegenüber, die zum Teil bis heute positive Nachwir­kun­gen haben. Der Wohnungs­bau in der Zeit der Weimarer Republik mit neuen Wohnge­bie­ten wie der Hardt­wald­sied­lung und der Dammer­stock­sied­lung, die Anlage des mo­der­nen Naher­ho­lungs­ge­biets Rappenwört am Rhein, die Entfal­tung ei­nes regen Vereins­le­bens und eines vielfäl­ti­gen kultu­rel­len ­An­ge­bots gehören ebenso dazu wie stabile demokra­ti­sche ­Mehr­hei­ten in der Stadt bis 1930, im Land Baden sogar bis 1933.

Der Ausbau der Straßen­bahn­li­nien und des Straßen­net­zes, der An­schluss an den deutschen Luftver­kehr mit einem eigenen Flug­ha­fen und die Vorbe­rei­tun­gen für den Anschluss der Stadt an das neu entste­hende Autobahn­netz stehen für die neue Mobilität.

Die Ausstel­lung "Charle­ston und Gleich­schritt - Karlsruhe in der Wei­ma­rer Republik" des Stadt­mu­se­ums im Prinz-Max-Palais lässt ­diese Zeit mit anschau­li­chen Exponaten und Insze­nie­run­gen le­ben­dig werden.