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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Barbara und Giulia im Stadtmuseum

BARBARA IM MUSEUM: Dr. Ernst Otto Bräunche (links) und OB Dr. Frank Mentrup übernahmen die Figur von Gerlinde Hämmerle. Jetzt steht sie in der Ausstellung "Genug gejubelt …" im Stadtmuseum. Foto: Fränkle

BARBARA IM MUSEUM: Dr. Ernst Otto Bräunche (links) und OB Dr. Frank Mentrup übernahmen die Figur von Gerlinde Hämmerle. Jetzt steht sie in der Ausstellung "Genug gejubelt …" im Stadtmuseum. Foto: Fränkle


 

Figur der Schutz­hei­li­gen, Teil der Tunnel­vor­triebs­ma­schine und Puppe ausge­stellt

Der Tag der Heiligen Barbara, der Schutz­hei­li­gen für diejenigen, die unter Tage arbeiten, ist der 4. Dezember. Deshalb steht seit vergan­ge­nem Freitag die Figur der Heiligen Barbara, die zuvor die Tunnel­bau­ar­bei­ten zwischen Durlacher und Mühlburger Tor für die Kombi­lö­sung bewacht hatte, im Stadt­mu­seum. Karlsruhes Ehren­bür­ge­rin, die ehemalige Regie­rungs­prä­si­den­tin Gerlinde Hämmerle, die Namen­spa­tro­nin für den Rohbau des Tunnels unter der Kaiser­straße war und die Figur nach dem Durch­schlag der Tunnel­vor­triebs­ma­schine Giulia von Mineuren zurück­be­kam, hat sie nun symbolisch OB Dr. Frank Mentrup übergeben, der die Glücks­brin­ge­rin an den Leiter des Stadt­mu­se­ums und der Histo­ri­schen Museen, Dr. Ernst Otto Bräunche, weiter­reichte.

So steht die Figur vorüber­ge­hend in einer Vitrine der Ausstel­lung "Genug gejubelt …", bis zum 27. März. Danach, bedauert Bräunche, wird sie wohl zusammen mit weiteren Teilen, die an die Rohbau­ar­bei­ten erinnern, ins Magazin wandern. Denn er sieht gewisse Probleme, die Ausstel­lungs­stücke in die Dauer­aus­stel­lung des Stadt­mu­se­ums einzufügen. Das muss zuvor neu konzi­piert werden. Er hegte die vage Hoffnung, dass ein neues Stadt­mu­seum Dauer­her­berge sein könnte. Auch für - während das Gros des Tunnel­boh­rers an Herstel­ler Herren­knecht zur Wieder­ver­wer­tung zurückging - einen Teil von Giulias gewaltigem Schneidrad, Eigentum der KASIG, das wegen seines Gewichts von 50 Tonnen nicht ins Museum kann. Gleiches gilt für drei Tübbinge, Ringe der Tunnel­röhre. Der Geschäfts­füh­rer der Bauherrin KASIG, Uwe Konrath, berichtete von Gesprächen mit dem KIT, um die schweren Teile dort aufzu­stel­len.

Nicht ganz leicht, aber nicht zu schwer für die Ausstel­lung ist ein Teil Giulias, das jetzt neben Barbara zusammen mit einem Schäl­mes­ser in einem weiteren Glaskasten zu sehen ist. Dahinter eine Puppe in der Uniform der Mineure. Der OB bedankte sich bei den Stiftern und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass auch die weiteren Tunnel­bau­ar­bei­ten für die Kombi­lö­sung so unfallfrei verlaufen mögen wie die für den Haupt­tun­nel. Hämmerle meinte, nach ihrem Ableben brauche keine Straße gesucht zu werden, die nach ihr benannt würde. Sie befände sich ja jetzt schon im Museum. -erg-

Badische Neueste Nachrich­ten | DER KURIER - Karlsruhe | Stadt­Zei­tung | 11.12.2015