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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Säulen der Stadtgeschichte

Bürger­be­tei­li­gungs­pro­zess über das Stadt­mu­seum der Zukunft jetzt fortge­setzt

Stadt­zei­tung vom 16. März 2012

(cal) Als Zwischen­lö­sung auf dem Weg zum Stadt­mu­seum der Zukunft sind in der Dauer­aus­stel­lung im Prinz-Max-Palais nun fünf inter­ak­tive "Säulen der Stadt­ge­schich­te" zu finden. Unter den Themen Migration und Inter­na­tio­na­li­tät, Menschen­rechte und Demokratie, Planen und Bauen, Energie und Mobilität sowie Kultur und Innovation sollen sie via Bildschirm­prä­sen­ta­tion mit Texten, Bildern, Karten, Grafiken und Filmen künftige Schwer­punkte und Inhalte vermitteln. Etwa Karls­ru­hes Gründung als Migranten- und Planstadt, der Leistung von Mobili­täts­pio­nie­ren wie Drais, Benz und Hertz, Markstei­nen für Menschen­rechte und Demokratie wie dem Privi­le­gien­brief, der Badischen Verfassung sowie der Gleich­stel­lung von Frauen oder der Hochschul­ent­wick­lung. Platziert sind die gelben Säulen bei Schlüs­se­l­ob­jek­ten wie dem Theater­mo­dell von Weinbren­ner oder der Bauhaus­kü­che. Bei einer Bürger­prä­sen­ta­tion hat das Kulturamt die Säulen am Samstag, 10. März, öffentlich vorge­stellt und danach in einer Diskus­si­ons­runde Kritik und Anregungen für die Neuge­stal­tung entgegen genommen. In Bürger­be­tei­li­gungs­pro­zes­sen werde in sehr vielen Städten über die Rolle und Bedeutung von (parti­zi­pa­ti­ven) Stadt­mu­seen und ihre Antwort auf eine sich verän­dernde Stadt­ge­sell­schaft in einer globalen Welt diskutiert, hatte Kultu­ramts­lei­te­rin Dr. Susanne Asche einleitend informiert.

Das Stadt­mu­seum soll künftig als Ort des gesell­schaft­li­chen Diskurses mit flexibler, technik­un­ter­stütz­ter Präsen­ta­tion die Stadt­ge­schich­te seit ihrer Gründung chrono­lo­gisch und auch kinder­ge­recht aufbe­rei­ten. Anregungen aus dem Publikum zielten auf eine Geschichts­dar­stel­lung bis in die Gegenwart, eine Vernetzung mit anderen Museen, eine genauere Definition der Zielgrup­pen sowie spezi­fi­sche Präsen­ta­ti­ons­for­men für Kinder. Mehr heraus­ge­ho­ben werden sollten die Bereiche Bildung, Religion, Wirtschaft und Sport - jeweils unter typischen Karlsruher Aspekten. Vermisst wurden die Darstel­lung der Karlsruher Identität eine Verknüp­fung mit dem KIT und die Thema­ti­sie­rung negativer Entwick­lun­gen, etwa im Dritten Reich. Außerdem wurde gewünscht, die Säulen mehrspra­chig unter­ein­an­der und mit den Objekten, letztere etwa über Licht­si­gnale, zu vernetzten. Susanne Asche versprach, die Anregungen zu berück­sich­ti­gen.

 

Vorstellung der "Säulen der Stadtgeschichte" am 10. März 2012

Vorstellung der "Säulen der Stadtgeschichte" am 10. März 2012