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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats April bis Juni 2006

Ein Stein vom "Waldhorn"

Vom Gasthaus zum Waldhorn ist heute nur noch der Schluss-Stein vom Torbogen des Hauses übrig­ge­blie­ben. Wie die Inschrift bezeugt, wurde es bereits 1712 errichtet, also noch vor der Stadt­grün­dung von Karlsruhe. Die Buchstaben IDM lassen sich vielleicht als Abkürzung für "In Decreto Marchio­nis" ("Auf Befehl des Markgra­fen") auflösen und das Gasthaus wäre damit ursprüng­lich herrschaft­li­cher Besitz gewesen. Es stand an der Verbin­dungs­straße von Durlach nach Mühlburg und hat der höfischen Gesell­schaft wahrschein­lich als Ausgangs­punkt und Rückzugs­mög­lich­keit bei ausge­dehn­ten Jagdzügen im Hardtwald gedient.

Im fächer­för­mi­gen Stadt­grund­riss stand das Wirtshaus nahe der Kreuzung der Waldhorn­straße, der es seinen Namen gab, mit der Langen (Kaiser-) Straße. Der aus Straßburg stammende Metzger Johannes Sembach erwarb es noch 1715. Er wurde 1718 zum Bürger­meis­ter gewählt und hielt die Ratssit­zun­gen in der Wirtschaft ab, da zu dieser Zeit noch kein Rathaus bestand. Das geräumige Gasthaus umfasste nach einer alten Beschrei­bung "12 Stuben, 6 Kammern, 23 Gastbetten, einen Stall für 24 Pferde und einen Keller für 30 Fuder Wein". Es musste 1758 einem Neubau weichen und wurde abgerissen.

 

Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.


Schluss-Stein vom Torbogen der Wirtschaft "Zum Waldhorn", 1712

Schluss-Stein vom Torbogen der Wirtschaft "Zum Waldhorn", 1712


 
 

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