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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats Januar bis März 2016

Stadtmuseum 2015/197<br /><br />Foto: MODELLBAU MILDE BERLIN

Stadtmuseum 2015/197

Foto: MODELLBAU MILDE BERLIN



Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.

 

Modell des Pavillons zum Stadt­ge­burts­tag 2015

Das illumi­nierte Modell im Maßstab 1:50 zeigt den Pavillon, der während des Karlsruher Stadt­ge­burts­tags vom 17. Juni bis 27. September 2015 im Schloss­gar­ten stand. Das Objekt wurde dem Stadt­mu­seum vom Stadt­mar­ke­ting geschenkt und ist aktuell in der Ausstel­lung "Genug gejubelt!? Pleiten Pech und Glücks­fälle der Stadt­ge­schich­te" zu begut­ach­ten.

Entworfen und gebaut wurde der Pavillon in Origi­nal­grö­ße von dem Berliner Archi­tek­ten­büro J. Meyer H. in Zusam­men­ar­beit mit der Firma Rubner Holzbau. Die markante, sich nach Westen neigende Holzkon­struk­tion aus 164 hellgrauen Holzstäben bestand aus 230 Kubik­me­ter Fichten­holz und erstreckte sich über eine Fläche von bis zu 450 Quadrat­me­tern. Das nach drei Seiten offene Bauwerk bestand aus einem Café, einem großen Besucher- und Veran­stal­tungs­raum im Inneren des Gebäudes, einer Bühne, die nach innen und außen bespielt werden konnte sowie zwei Aussichts­platt­for­men auf den oberen Etagen.

Archi­tek­to­nisch stand der Pavillon zum einen in Korre­spon­denz, zum anderen aber auch in Kontrast zum Karlsruher Schloss. So deutete die Holzkon­struk­tion des Pavillons beispiels­weise zwar auf die frühere Fachwerk­bau­weise von Stadt und Schloss Karlsruhe seit 1715 hin, verstand sich jedoch durch seine offene Form als Gegenstück zum absolu­tis­ti­schen Schloss, welches nur einem auser­wähl­ten Perso­nen­kreis in früheren Zeiten zugänglich war.

Als zentraler Veran­stal­tungs­ort des Stadt­ge­burts­ta­ges stand der Pavillon allen Karls­ru­her Insti­tu­tio­nen, Vereinen, Künst­le­rin­nen und Künstlern sowie Bürge­rin­nen und Bürgern für Veran­stal­tun­gen zur Verfügung. Über 100 Tage im Festi­val­som­mer fanden täglich Konzerte, Lesungen, Filmvor­füh­run­gen, Ausstel­lun­gen, Theater, Diskus­sio­nen und auch Sport­ver­an­stal­tun­gen statt.

Mit dem Ende des Festi­val­som­mers am 27. September 2015 wurde auch der Pavillon wieder zurück­ge­baut. Ein Teil des Holzes ging zurück an die Firma Rubner Holzbau, ein weiterer Teil wurde vom Garten­bau­amt der Stadt Karlsruhe zur Konstruk­tion von Sitzbänken verwendet, die in den Stadt­tei­len aufge­stellt wurden. Einige Origi­nal­bal­ken des Pavillons sind derzeit neben dem Modell im Stadt­mu­seum ausge­stellt.

Manuel Brenneisen