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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats April bis Juni 2007

Trompete des Stabstrompeters Friedrich Kuhlmann

Karlsruhe war als Garni­sons­stadt im Ersten Weltkrieg Sitz mehrerer Truppen­ver­bände. Neben zwei Feldar­til­le­rie­re­gi­men­tern und dem 1907 aufge­stell­ten Telegra­fen­ba­tail­lon waren das tradi­ti­ons­rei­che Leibdra­gon­er­re­gi­ment No. 20 und das ebenfalls schon im 19. Jahrhun­dert beste­hen­de Leibgre­na­dier­re­gi­ment No. 109 hier statio­niert.

Das Leibdra­gon­er­re­gi­ment No. 20 wurde von Prinz Max von Baden befehligt und wie die anderen in Karlsruhe statio­nier­ten Truppen­teile 1914 nach Frankreich in Marsch gesetzt.

Beispiel­haft für das Schicksal Karlsruher Soldaten steht der Lebenslauf des Stabstrom­pe­ters Fritz Kuhlmann, der bis Kriegs­aus­bruch dem Leibdra­gon­er­re­gi­ment No. 20 angehörte, danach zum Reser­ve­dra­gon­er­re­gi­ment No. 8 in Bruchsal versetzt wurde und mit diesem "ins Feld ausrückte". Kuhlmann überstand den Krieg unverletzt im Gegensatz zu vielen seiner Kameraden, die entweder schwer verwundet wurden oder umkamen. Kuhlmann setzte seine Trompete nicht nur als Instrument zur Signal­ge­bung ein, sondern spielte damit auch in Militär­ka­pel­len, so z. B. noch als Veteran in den Zwanziger Jahren zu den Einwei­hungs­fei­er­lich­kei­ten des Leibgre­na­dier­denk­mals auf dem heutigen Europa­platz und des Leibdra­go­ner­denk­mals am Mühlburger Tor.

1941 starb der gebürtige Roklumer in Karlsruhe im Alter von 65 Jahren. Er hinterließ eine Ehefrau und eine Tochter.

Dr. Peter Pretsch

 

Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.


Trompete


 
 

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