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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats Juli bis September 2008

Küchen­ein­rich­tung aus der Dammer­stock­sied­lung


Die Berufs­tä­tig­keit der Frau vor ihrer Heirat wurde nach dem Ersten Weltkrieg endgültig zur Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die Haushalts­hil­fen wie Dienst­mäd­chen, Köchin oder Kinder­mäd­chen verschwan­den jedoch weitgehend vom Arbeits­markt. Der Haushalt wurde in den Zwanziger Jahren techni­siert, die Küche sollte wie eine Werkstatt sein. Man entwarf die Einbau­kü­che als Teil einer funktional konzi­pier­ten und schlichten, aber sonnigen und gut belüfteten Wohnung.

Stadt­bild­prä­gen­des Beispiel für diese Konzeption des "Neuen Bauens" in Karlsruhe ist die Dammer­stock­sied­lung, die 1929 unter der Leitung von Walter Gropius in Zeilen­bau­weise mit Flach­dä­chern errichtet wurde. Die Archi­tek­ten entwarfen aber auch die Innen­ein­rich­tung. Der kombi­nier­te Küchen-Vielzweck­schrank mit Aluminium- und Glasschu­bern, Email­ge­fäßen, einer heraus­zieh­ba­ren Arbeits­platte und einem Besen­schrank stammt aus der Dammer­stock­straße 23 und war fast sechzig Jahre in Benutzung. Die Küchen­ein­rich­tung insgesamt wurde vom damaligen Karlsruher Möbelhaus Karl Thome geschaffen und hatte auf fünf Quadrat­me­tern Platz. Die Firma Junker & Ruh stattete sie mit einem Herd aus, der ebenfalls im Stadt­mu­seum ausge­stellt ist.

Dr. Peter Pretsch

 

Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.


Kücheneinrichtung


 
 

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