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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats Oktober bis Dezember 2008

Klio, die Muse der Geschichts­schrei­bung


Klio, Tocher des Zeus und der Mnemosyne, war die Muse der Helden­dich­tung und der Geschichts­schrei­bung. Als Schutz­pa­tro­nin der Historiker erscheint sie stets mit Papyrus­rolle und Griffel.

Der Bildhauer Adolf Heer verewigte sie auf dem Sockel des Denkmals zu Ehren Kaiser Wilhelms I., das 1897 in Karlsruhe am Kaiser­platz errichtet wurde. Hier eilt Viktoria, die Sieges- und Friedens­göt­tin, dem Kaiser auf seinem Pferd voraus, während Klio zurück­bleibt und an die Rückge­win­nung Elsass' und Lothrin­gens erinnert. Sie wird über die ruhmreiche Herrschaft Kaiser Wilhelms I. ins Buch der Geschichte schreiben.

Adolf Heer, der auch den Figuren­schmuck mit Atlan­ten­her­men, Nischen­fi­gu­ren und Allegorien auf dem Dachfirst des Prinz-Max-Palais geschaffen hat, setzte Klio somit bewusst als Chronistin ein. Er verweist damit auf einen neuen Umgang der Gesell­schaft mit der Geschichte, indem durch die Geschichts­schrei­bung die Deutung der Gegenwart möglich wird. Das Denkmal steht heute noch am Kaiser­platz. Der Sockel ist jedoch leer, da die Reliefs und Allegorien 1943 zu Rüstungs­zwe­cken einge­schmol­zen wurden. Das Gipsmodell der Klio ist heute in Privat­be­sitz, allerdings ohne die Hände, die Papyrus­rolle und Griffel halten.

Bei dem Modell im Stadt­mu­seum handelt es sich um einen Abguss, der 1999 von dem Stein­bild­hauer Christoph Lehr für das Stadt­mu­seum herge­stellt wurde.

Sigrun Bertram

 

Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.


Klio


 
 

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