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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Objekt des Monats im Stadtmuseum

Porträt des Bürger­meis­ters Johannes Cornelius Roman (1694 -1768)

Das Gemälde ist eine Kopie des von dem badischen Hofma­ler ­Phil­ipp Heinrich Kisling um 1745 gemalten Origi­nal­por­träts und wurde im 19. Jahrhun­dert angefer­tigt. Es ist das einzige bislang ­be­kannte Bild eines Karlsruher Bürger­meis­ters aus der Frühzeit ­der Stadt­ge­schichte. Roman war das älteste Kind des Hof­satt­ler­meis­ters Johannes Roman. 1723 zog er nach Karls­ru­he und besaß 1730 ein Haus in der Lammstraße. Verhei­ra­tet war der Kauf­mann mit Sofie Elisabeth Salzer (1701-1739). Er gehörte zu den vielen aus der ehemaligen Residenz Durlach zugezo­ge­nen ­Bür­gern, die damals den Karlsruher Rat dominier­ten. Zu dieser ­Zeit wurde im 1728 fertig­ge­stell­ten Rathaus getagt, das als Modell links von dem Porträt zu sehen ist. Der Stadtrat übernahm da­mals bereits Verwal­tungs­auf­ga­ben, wie die Führung der Stadt­rech­nung. Zudem war er für die niedere Gerichts­bar­keit und damit beispiels­weise für die Schlich­tung bürger­li­cher Streit­fälle und die Ahndung gering­fü­gi­ger Vergehen zuständig. Roman, seit 1734 Bürger­meis­ter, musste 1744 wegen Beschwer­den ­über seine Bautä­tig­keit sein Amt aufgeben. Es ging of­fen­sicht­lich um eine bereits 1743 erfolgte Anzeige aus dem Kreis der Ratsmit­glie­der beim Oberamt, dass "man vonseiten des Bür­ger­meis­ter­amts ohnnötiges Bauwesen vornehme, das Nöthige aber an­ste­hen lasse, und zum Exempel dessen die eiserne Galerie an dem Rathaus aufge­füh­ret werde". Mit Roman musste auch ­Stadt­bau­meis­ter Johannes Ludwig, vormaliger Bürger­meis­ter 1720 bis 1724, sein Amt aufgeben. Ob die erhobenen Vorwürfe gegen Ro­man gerecht­fer­tigt waren, muss offen bleiben. Da sowohl Roman als auch Ludwig durch hofnahe Nachfolger ersetzt wurden, könnte die Absicht der markgräf­li­chen Behörden, mehr Einfluss auf die Ge­schäfte des Stadtrats zu bekommen, bei der Absetzung eine Rolle gespielt haben. In den folgenden Jahren geriet der Stadt­rat auf jeden Fall verstärkt unter markgräf­li­che Kontrolle. Roman und auch Ludwig blieben aber Stadträte. Am 26. April 1768 ­verstarb Johannes Cornelius Roman in Karlsruhe.

Jacque­line Berl M.A.

 

Erläu­te­run­gen zum Objekt des Monats

Unter der Rubrik "Objekt des Monats" wird viertel­jähr­lich im Stadt­ar­chiv, Stadt­mu­seum und Pfinz­gau­museum ein ausge­wähl­tes ­Ex­po­nat vorge­stellt.

Stadtmuseum Karlsruhe, 2019/001

Stadtmuseum Karlsruhe, 2019/001


 


Exponate, die bisher als "Objekt des Monats" vorge­stellt wurden:

Porträt des Bürgermeisters Johannes Cornelius Roman (1694 -1768)

Ein Gänsebauer auf seinem Hundewagen, Unter­satz­platte um 1920

Frank Zappa auf der Toilette, Plakat von 1967

"Sinner Bier"- Gläser, um 1920

Collage "First Dollar" − Wie ein Karlsruher sein Glück in Amerika suchte… und fand

Kunst­me­daille Karl Drais

Straßen­walze als Blech­spiel­zeug

Karl May-Figuren

Modell des Pavillons zum Stadt­­­ge­­burts­­tag 2015

Markt am Guten­­ber­g­­platz in Karlsruhe

Reise­­ka­­mera, um 1900

Scheffel-Plakette des Gesang­­ver­­eins Concordia

Jung-Deutsch­­lands Schlach­ten­­spiel und Pfadfin­­der­­spiel - Volks­­aus­­ga­be

BAMBI entlaufen!

Produkte der Kosme­ti­­kreihe Divinia

Gablonzer Vase

Porträt­ge­mälde "Johann Billing"

Miniaturbildnis des Lukas Eisele, um 1818

Bronzebüste von Christoph Friedrich Lidell

Der Europäische Stadtbrief

Ameri­­ka­­ni­­sche Spreng­­bombe, Zweiter Weltkrieg

Meisterschaftswimpel des Karlsruher Fußballvereins

Modell des Benz-Patent-Motor­wa­­gens

Modell des Hoftheaters

Ein Wohnensemble aus der Zeit des Biedermeier

Herd und Kinderherd aus Karls­ru­her Produktion

Büste der Großherzogin Luise von Baden

Porträtgemälde von Feodor Dietz

Wohnzimmereinrichtung aus der Königsberger Straße 17c, um 1960

Kaminuhr mit der Statuette Beethovens

Der Heinkel Motorroller 103 A1

Die Juristenrobe

Die Stadtapotheke

Klio die Muse der Geschichtsschreibung

Kücheneinrichtung aus der Dammerstocksiedlung

Einrichtung des Trauzimmers im Karlsruher Rathaus

Sandsteinrelief des Fürstlich Markgräflich Badischen Baudirektors Wilhelm Jeremias Müller (1725-1801)

Das "Karlsruher Richtschwert" von 1772

Die Gaslaterne um 1890

Trompete des Stabstrompeters Friedrich Kuhlmann

Papiertheaterbühne aus dem 19. Jahrhundert

Bahnhof Karlsruhe mit Bahnbetrieb, um 1850

Fußball aus den 1950er Jahren

Ein Stein vom "Waldhorn"

Modell des ECE-Centers Ettlinger Tor

Laufmaschine des Freiherrn von Drais

Zylinder eines Lokomotivführers

Adidas-Laufschuhe aus den 1950er Jahren

Albert Haueisen, Wandbilder der Rheinischen Creditbank

Portrait der Großherzogin Sophie von Baden

Nähmaschine der Firma Haid & Neu

Büste des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach