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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Stadtmuseum: Objekt im Fokus

Aquarell "Marktplatz mit Pyramide" von Rolf Müller-Landau, 1925

Dunkel ragt die Pyramide in der Mitte des Bildes auf. Um sie herum stehen kleine Menschen­grup­pen, einige Passanten laufen vor­bei. Im Hinter­grund erleuchtet eine Straßen­la­terne eine Häu­ser­zeile. Rolf Müller-Landau (1903-1956) fängt in seinem Aqua­rell eine abendliche Szene am Karlsruher Marktplatz ein. Das Kunst­werk entstand während seines Studiums als Meister­schü­ler ­bei Ernst Würten­ber­ger an der Badischen Landes­kunst­schu­le ­Karls­ruhe (heute: Staatliche Akademie der Bildenden Künste ­Karls­ru­he). Nach seinem Studium ließ sich Rolf Müller in Landau in der Pfalz als freischaf­fen­der Künstler nieder und nahm den Zusatz "Landau" in seinen Namen auf.

Objekte im Stadtmuseum



Seine frühe Schaf­fen­s­phase ist haupt­säch­lich vom Impres­sio­nis­mus ­ge­prägt - auch das Werk "Markt­platz mit Pyramide" lässt sich ­die­ser Strömung zuordnen. Während des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Re­gi­mes dominieren düstere, fast melan­cho­li­sche Motive. Das Ende des Zweiten Weltkriegs wirkte für den Maler fast wie eine ­Be­frei­ung. Von nun an prägten unter anderem Arbeiten von Künst­lern wie Henri Matisse oder Pablo Picasso Rolf ­Mül­ler-Landaus Werke. Sein Stil wurde abstrakter, jedoch legte er sich Zeit seines Lebens auf keinen bestimmten fest. Gemein­sam ­mit befreun­de­ten Künstlern gründete er die Pfälzische Sezession - die wohl erste deutsche Künstl­er­ge­mein­schaft nach dem Zweiten Welt­krieg - und leitete sie bis zu seinem frühen Tod. Bis heute gilt Rolf Müller-Landau als einer der bedeu­tends­ten süd­west­deut­schen Künstler der Nachkriegs­zeit.

Das Aquarell "Markt­platz mit Pyramide" befindet sich seit 2020 in der Sammlung des Stadt­mu­se­ums Karlsruhe.

Melanie Diehm M.A.

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