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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Karlsruhe gibt Gas - Vom Stadtgas zum Erdgas. Ausstellung des Stadtmuseums

Ausstel­lung vom 18. März bis 19. Juni 2011
im Stadt­mu­seum im Prinz­Max­Pa­lais


Viele Karlsruher können sich noch gut an ihn erinnern: Bis 1990 begrüßte der neben dem Messplatz gelegene, große Gaskessel mit der Aufschrift "Karls­ru­he" die auf der Autobahn Vorbei­fah­ren­den. Spätestens mit seinem Abriss ging eine Epoche zu Ende. Er gehörte zum Wenigen, was vom Gaswerk Ost noch übrig geblieben war. Denn mit der Umstellung der Karlsruher Gasver­sor­gung zunächst auf Raffi­ne­rie­gas und wenige Jahre später - 1972 - auf Erdgas, galt die Gaser­zeu­gung vor Ort aus Steinkohle aus Kosten- und Umwelt­schutz­grün­den als veraltet.

Heute ist nahezu vergessen, dass das in Karlsruhe verbrauchte Gas 119 Jahre lang auch in dieser Stadt produziert worden ist. Deswegen wirft das Stadt­mu­seum in Koope­ra­tion mit den Stadt­wer­ken Karlsruhe und dem Karlsruher Stadt­ar­chiv mit der Ausstel­lung "Vom Stadtgas zum Erdgas" einen Blick zurück in die Geschichte. Es werden Fragen gestellt: Wann begann in Karlsruhe das Zeitalter des Gases? Wo standen die beiden Gaswerke, wie hat man dort Gas erzeugt und wie wurde es verteilt? Histo­ri­sche Exponate wie Lagepläne, Fotogra­fien und gussei­serne Gasrohre geben Antworten.

Doch ist Gas in Karlsruhe nicht nur Geschichte. Die Ausstel­lung spannt den zeitlichen Bogen bis heute, wo Erdgas einen wichtigen Energie­trä­ger darstellt. In Karlsruhe ist es seit langem Spitzen­rei­ter unter den Heizener­gien. Heute ist das Gaslei­tungs­netz in Karlsruhe so eng geknüpft, dass im verdich­te­ten Stadtraum nahezu alle Haushalte mit Erdgas versorgt werden können und über 91.000 Haushalte sich bis heute für diese umwelt­scho­nen­de Energie entschie­den haben.

Neben der Erzeugung und Beschaf­fung des Gases hat sich auch die Kultur seiner Verwendung geändert. Anfäng­lich verbrauchte man es überwie­gend für die Straßen­be­leuch­tung, später kam die Beleuch­tung von Innen­räu­men, das Kochen und Heizen hinzu, die Industrie setzte es für den Betrieb von Motoren ein. Auch dieser Seite trägt die Ausstel­lung Rechnung: Eine Straßen­la­terne aus Karlsruhe, Gaslampen und eine gasbe­trie­be­ne Wasch­ma­schine etwa zeigen, dass der energie­rei­che Stoff schon seit vielen Jahrzehn­ten den Alltag mitbe­stimmt. Von größter wirtschaft­li­cher Bedeutung für Karlsruhe waren die Produkte der hier ansässigen Fabrik von Junker & Ruh. Ihre Gasherde zählten zu den meist­ge­kauf­ten in Deutsch­land.

Der Eintritt ist frei.
 
Begleit­pro­gramm zur Ausstel­lung

Karlsruhe gibt Gas - Vom Stadtgas zum Erdgas


Das 1846 in Betrieb genommene Gaswerk in der Kaiserallee, um 1900. StadtAK 8/PBS oXIVa 1713

Das 1846 in Betrieb genommene Gaswerk in der Kaiserallee, um 1900. StadtAK 8/PBS oXIVa 1713




Die infolge der Umstellung auf Erdgas ausrangierten Gasgeräte. Sammelstelle an der Durlacher Allee, 1971. StadtAK 8/BA Schlesiger A21 20a/2/14

Die infolge der Umstellung auf Erdgas ausrangierten Gasgeräte. Sammelstelle an der Durlacher Allee, 1971. StadtAK 8/BA Schlesiger A21 20a/2/14


 
 

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