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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Bedingungslose Liebe

ANDRÉE FISCHER-MARUM mit Dr. Susanne Asche.

ANDRÉE FISCHER-MARUM mit Dr. Susanne Asche.


 

Briefe Marums um die seiner Frau Johan­na ­er­gänzt

Die um die Briefe seiner Frau Johanna erweiterte dritte Aufla­ge von "Das letzte Jahr in Briefen" als Quelle zu Ludwig Marum ­stell­ten Kultu­ramts­che­fin Dr. Susanne Asche und Initia­to­rin An­drée Fischer-Marum, Enkelin des großen Karls­ru­her ­So­zi­al­de­mo­kra­ten, kürzlich im Stadt­ar­chiv vor.

Als bedeu­tends­ter demokra­ti­scher Politiker der Weimarer Zeit und ent­schie­de­ner Gegner der Natio­nal­so­zia­lis­ten nehme der 1934 er­mor­dete, zuvor bei einer Schaufahrt gedemü­tigte Rechts­an­walt, SPD-Abgeord­nete, Justiz­mi­nis­ter und Staatsrat einen ganz ­be­son­de­ren Platz in der städti­schen Erinne­rungs­kul­tur ein, sagte A­sche. Aus den Briefen Johannas, "der Mutter, Frau, Gelieb­ten und Freundin, die ihn stets so unter­stützt hat" (Fischer-Marum) wird neben der politi­schen nun "die gesamte Perspek­tive der Fa­mi­lie" deutlich, so Mannheims Archiv­lei­ter Dr. Ulrich Nieß.

Am 2. April 1933 etwa schrieb Johanna an Ludwig: "Wir haben Dich ­lie­ber als je! Wir sind stolz auf Dich, dass Du so tapfer bist, Deine Kraft und Dein Selbst­ver­trauen geben uns die Hoffnung, dass wir trotz allem nicht untergehen werden! Aber - ich gehe auch mit Dir unter, wenn es sein muss." Im Anhang gibt es Do­ku­mente wie die Berichte Adam Remmeles über die Schaufahrt, laut Karlsruhes Archiv­lei­ter Dr. Ernst Otto Bräun­che "un­rühm­li­ches Allein­stel­lungs­merk­mal für Karlsruhe", und die des Arztes, der den Ermordeten unter­suchte.

Das von den Archiven Karlsruhe und Mannheim heraus­ge­ge­bene Buch ist mit 262 Seiten im von Loeper Litera­tur­ver­lag erschienen, kostet als Taschen­buch 19,90 und als Hardcover 29,90 Euro. -cal-

DER KURIER - Karlsruhe | Stadt­Zei­tung | 11.11.2016

 
 

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