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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Startschuss im "Salmen", Projekt "Die Straße der Demokratie" jetzt eröffnet

Stadt­Zei­tung vom 1. Juli 2005

Start­schuss im "Salmen"

Projekt "Straße der Demokra­tie" jetzt eröffnet



Die Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (links vorn) und ihr Karlsruher Kollege Oberbürgermeister Heinz Fenrich (links) begrüßten Archivare und Historiker der elf am Projekt "Straße der Demokratie" beteiligten Städte im Offenburger Salmen.

Die Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (links vorn) und ihr Karlsruher Kollege Oberbürgermeister Heinz Fenrich (links) begrüßten Archivare und Historiker der elf am Projekt "Straße der Demokratie" beteiligten Städte im Offenburger Salmen.

"Die Straße der Demokra­tie" biete im Wettbewerb der Regionen für den Südwesten eine einmalige Chance, die es zu nutzen gelte, betonte Oberbür­ger­meis­ter Heinz Fenrich. Zusammen mit seiner Offen­bur­ger Kollegin Edith Schreiner hat er kürzlich den Start­schuss für das Projekt gegeben.

Von Mainz bis Lörrach sollen Reisende künftig den Spuren der Freiheits­be­we­gung im deutschen Südwesten von der Franzö­si­schen Revolution bis in die Gegenwart folgen können und so anhand von Gebäuden, Museen, Plätzen und anderen Erinne­rungs­or­ten die gemein­sa­men freiheit­lich-demokra­ti­schen Tradi­ti­ons­er­fah­run­gen kennen lernen. Für den Anfang sind ein histo­ri­scher Touris­ten­füh­rer sowie ein Inter­ne­t­auf­tritt geplant, um wichtige Impulse für die Region, vergleich­bar mit anderen touris­ti­schen Straßen - wie der Wein- oder Barock­straße - zu setzen.

Beim ersten Koordi­na­ti­ons­tref­fen kamen Vertreter der Städte Offenburg und Karlsruhe, Bruchsal, Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Mainz, Landau, Lörrach und Neustadt an einem für die Demokra­tie­ge­schichte bedeu­ten­den Ort, der Kultur- und Erinne­rungs­stätte "Salmen" in Offenburg, zusammen. Dort wurden 1847 erstmals in Deutsch­land die wichtigs­ten politi­schen Freiheits­rechte prokla­miert.

Die beiden Oberbür­ger­meis­ter hoben die hohe Bedeutung der Demokra­tie­ge­schichte für den deutschen Südwesten hervor und verdeut­lich­ten dies am Beispiel der Städte Karlsruhe und Offenburg. Eine Straße der Demokratie könne die Geschich­te der Demokratie lebendig erhalten und erlebbar machen und gleich­zei­tig die Region mit einem zukunfts­ge­wand­ten positiven Image versehen. In allen betei­li­gungs­wil­li­gen Städten und Orten, so Oberbür­ger­meis­te­rin Schreiner, gäbe es geeignete Zeugnisse oder Erinne­run­gen. Dazu zählen beispiels­weise das Neue Ständehaus in Karlsruhe, der Offen­bur­ger "Salmen", das Lörracher Rathaus, von dessen Balkon Gustav Struve im September 1848 die Republik ausrief, oder die zahlrei­chen histo­ri­schen Wirts­häu­ser, in denen sich Demokraten zu Versamm­lun­gen trafen.