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Karlsruhe: Stadtgeschichte

"Wie man durch das Wissen selbständig wird und innerlich frei"

Facetten der Karlsruher Mädchenschulbildung im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert


Oberprima des 1893 gegründeten Mädchengymnasiums im Schuljahr 1905/06 in den Räumen des heutigen Fichte-Gymnasiums in der Sophienstraße. Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS IV 255

Oberprima des 1893 gegründeten Mädchengymnasiums im Schuljahr 1905/06 in den Räumen des heutigen Fichte-Gymnasiums in der Sophienstraße. Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS IV 255


 

Fotoaus­stel­lung des Stadt­ar­chivs ­Karls­ruhe
vom 1. Oktober 2018 bis 28. Februar 2019 im Foyer des Stadt­ar­chivs

Karls­ru­hes Bedeutung für die Mädchen­bil­dung zeigt sich markant in der Einrich­tung des ersten Mädchen­gym­na­si­ums Deutsch­lands, die sich 2018 zum 125. Mal jährt. Doch wie verlief der Weg bis dahin oder, mit den Worten einer der ersten Karls­ru­her A­bi­tu­ri­en­tin­nen, Rahel Goitein, wie wurden Mädchen und Frauen ­durch Wissen selbstän­di­ger und innerlich freier? ­Wirt­schaft­li­cher und techni­scher Fortschritt und die sich daraus er­ge­ben­den tiefgrei­fen­den Änderungen im sozialen Bereich re­sul­tier­ten im 19. und begin­nen­den 20. Jahrhun­dert in einem ­ver­än­der­ten Bildungs­den­ken, das - mit maßgeb­li­cher Förde­rung ­durch den Badischen Frauen­ver­ein und den von Hedwig Kettler ­ge­grün­de­ten emanzi­pa­to­ri­schen Verein Frauen­bil­dungs­re­form - zunehmend zu einer Annäherung der Bildungs­chan­cen und Bil­dungs­wege für Mädchen und Jungen sowie zur Förderung der ei­gen­stän­di­gen Erwerbs­fä­hig­keit von Frauen führte.

Die kleine Ausstel­lung im Foyer des Stadt­ar­chivs Karlsruhe vom 1. Oktober 2018 bis zum 28. Februar 2019 vermittelt Eindrücke ­des Mädchen­schul­we­sens in Karlsruhe und Durlach bis in die An­fangs­jahre des 20. Jahrhun­derts anhand von Bild- und Text­ma­te­rial, unter anderem zu verschie­de­nen Haushal­tungs­schu­len wie Luisen­schule und Frauen­ar­beits­schule, privaten Insti­tu­ten wie dem Viktoria-Pensionat und dem Institut Fried­län­der bis hin zur städti­schen höheren Töchter­schule, dem Mädchen­gym­na­sium und der Fichte- und der Lessing­schule sowie zur Ausbildung von Leh­re­rin­nen und zum Prinzessin-Wilhelm-Stift. Eine kleine ­Be­son­der­heit stellen drei sog. Bollen­post­kar­ten und eine ­ge­son­dert ausge­stellte Bollen­zei­tung von Abitu­ri­en­tin­nen der Les­sing­schule dar - sie zeugen vom Selbst­be­wusst­sein der Gym­na­sias­tin­nen am Beginn des 20. Jahrhun­derts.

 
 

Ausstellungsplakat