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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Pfinzgaumuseum: Objekt im Fokus

Fotoalben von Friedrich Eberle

Im Herbst 2019 erreichte das Pfinz­gau­museum ein Päckchen aus den USA mit bemer­kens­wer­tem Inhalt. Absender war Eric Nellen, der aus Alters­grün­den seinen Hausstand verklei­nerte. Als Urgroß­nef­fe von Friedrich Eberle (1877 - 1948), Gründer des 1924 eröff­ne­ten P­finz­gau­muse­ums, kam er in den Besitz von Teilen dessen Nach­las­ses. Friedrich Eberle - im Hauptberuf Oberpost­se­kre­tär - wurde 1913 zum städti­schen Konser­va­tor ernannt und legte den Grund­stock der Sammlung des Pfinz­gau­muse­ums, das er bis zu seinem Tod 1948 ehren­amt­lich leitete.

Pfinzgaumuseum, Inv.-Nr. 2019/146,1

Pfinzgaumuseum, Inv.-Nr. 2019/146,1


Schon in den vergan­ge­nen Jahren hat Eric Nellen dem Museum ­ver­schie­dene Objekte vermacht, so etwa eine Zuckerdose aus der Dur­la­cher Fayence­ma­nu­fak­tur. Das letzte Päckchen enthielt neben Aqua­rel­len mit Durlacher Motiven verschie­dene Fotoalben von Fried­rich Eberle. In dem Famili­en­al­bum äußert er im Vorwort den Wunsch, dass es, wenn er verstorben ist, "dem würdigs­ten ­Ver­wand­ten übergeben" werde.

Pfinzgaumuseum, Inv.-Nr. 2019/146,4

Pfinzgaumuseum, Inv.-Nr. 2019/146,4


Die weiteren Bücher enthalten Beschrei­bun­gen und Postkar­ten ­ver­schie­de­ner Orte, die Eberle bei seinen Wande­run­gen besuchte. Das Luftbild von Durlach und Eberles handschrift­li­che Eintra­gung ­stam­men aus dem Album mit dem Titel "Alb- und Pfinz­tal­ge­biet. Meine Wege". Zu Beginn beschreibt er den Blick vom Turmberg und die Attrak­tio­nen der damals noch eigen­stän­di­gen Stadt Durlach. Es folgen die Auflistung seiner Wande­run­gen in der Zeit von 1898 bis 1938 und kurze Schil­de­run­gen einzelner Orte wie Pfaffenrot, Ettlingen und Remchingen.

Gabriele Rillig M.A.