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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Erinnerungsstätten

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"Erinnerungsstätten der verschiedenen Kriege in Durlach"

Kriegerdenkmal


Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870 - 1871, Pfinz­tal­str. 78
Auf dem ehemaligen Speicher­ge­lände wurde zusammen mit der jetzigen Friedrich-Realschule am 22.9.1878 das Gefal­lenen­denk­mal enthüllt. Es wurde von den Karls­ru­her Bildhauern Hirschen und Volke ausgeführt. Sie nahmen mit den Propor­tio­nen Rücksicht auf das dahinter im Neore­naissance­stil gebaute Schulhaus.

Auf einem unter­schied­lich geglie­der­ten hohen Sandstein­so­ckel steht ein fast nackter Krieger in Schritt­stel­lung. Auf dem Kopf trägt er einen reich gestal­te­ten Helm mit Greif. In der erhobenen linken Hand hält er eine zusam­men­ge­raffte Fahne, auf der der Reichs­ad­ler zu erkennen ist. Die rechte Hand hält ein mit Lorbeer bekränztes Schwert. Unter dem rechten Fuß und dahinter liegen als Trophäen ein Helm und eine zerbro­che­ne Fahnen­stange. Auf der Vorder­seite ist die Inschrift "Den Kämpfern - für Deutsch­lands Einheit und Größe - in den Jahren - 1870 - 1871 - die dankbare Stadt Durlach" zu lesen. Auf der gegen­über­lie­gen­den Seite sieht man ein eisernes Kreuz, das mit einem Lorbeer- und Eichen­zweig bekränzt ist. An der Westseite wird an die Kämpfe in Straßburg, Etival, Nompate­lize, Dijon, Nuits, Mömpelgard und Belfort erinnert. Die Namen der 12 gefallenen Durlacher stehen auf der östlichen Seite.

Katho­li­sche St. Peter und Paul Kirche, Palmai­en­str. 15
In der Südostecke des Kirchen­schif­fes wurde eine Krieger­ge­dächt­nis­ka­pelle einge­rich­tet mit einer Pieta aus weißem Marmor. Sie wurde 1925 in der Werkstatt von Peter Valentin in Offenburg angefer­tigt.

Alter Friedhof
, Palmaien-/Gärt­ner­str.
1. Weltkrieg 1914 - 1918. Ebenfalls an der Stadtmauer befindet sich auf einem einge­zo­ge­nen Sockel ein ca. 90 x 90 x 90 cm großer Würfel aus Stein mit flachem Pyramid­dach. Auf der Vorder­seite sind Lorbeerzweige und der Text "Den für das Vaterland im Weltkriege 1914 - 1918 gestor­be­nen Mitar­bei­tern" und auf den 3 übrigen Seiten die Namen der Toten mit Geburts­da­tum und Wohnort sowie Sterbe­da­tum und Sterbeort einge­las­sen. Es wird vermutet, dass dieser Stein von einer nicht mehr existie­ren­den Durlacher Firma stammt und auf seinen jetzigen Standort umgesetzt wurde.

2. Weltkrieg 1939 - 1945.
Für die Gefallenen des 2. Weltkrie­ges steht vor der Stadtmauer auf einem niedrigen einge­zo­ge­nen Sockel ein 70 x 70 x 70 cm großer steiner­ner Würfel, dessen Oberseite eine flache Pyramide bildet. Auf der Vorder­seite sind das Eiserne Kreuz und die Worte "Zum Gedächtnis der Gefallenen 1939 - 1945" einge­mei­ßelt. Auf den anderen 3 Seiten sind die Namen der Gefallenen mit Geburts- und Sterbe­da­tum vermerkt.

Denkmal für die gefallenen Preußen während der Revolu­tion 1848/49

In der Nähe der Nikolaus­ka­pelle (ehema­li­ge Fried­hofs­ka­pel­le) steht das so genannte Preußen­denk­mal.
Es wurde für die Gefallenen des 2. Batallions des Preußi­schen Landwehr-Regiments Nr. 16 aus Iserlohn aufge­stellt. Vermutlich ist es ein Entwurf des Berliner Archi­tek­ten Berthold Brunkow. Das Denkmal besteht nur noch aus einem gelben, auf 4 Seiten beschrif­te­ten Sandstein­so­ckel und einem hohen gussei­ser­nen Kreuz darauf. Vor der Umsetzung vom westlichen Teil des Friedhofes an seinen jetzigen Standort nach dem 2. Weltkrieg hatte das Denkmal noch einen mächtigen neugo­ti­schen Baldachin. Evange­li­sche Stadt­kir­che, Pfinz­tal­str./Markt­platz
Gedächt­nis­fens­ter in der Südwand des Altar­rau­mes. Bei der letzten Renovie­rung der Kirche in den Jahren 1997 - 99 ist es hierher versetzt worden. Der ursprüng­li­che Platz war über der Tür vor der Sakristei in der Südwand des Kirchen­schif­fes. Der Entwurf stammt von dem Durlacher Kunstmaler und damaligem Kirchenäl­tes­ten Prof. Albert Finck. Angefer­tigt wurde das Fenster in der Kunst­glas­werk­stätte der Gebr. Großkopf in Karlsruhe und am 20.11.1955 enthüllt. In der Mitte ist der aufer­stan­de­ne Christus in rotem Gewand, der die Wundmale an Händen und Füßen zeigt, darge­stellt. Über dem Kopf beginnt der Bibelvers "Ich lebe und ihr sollt auch leben". Der Stachel­draht an seinem Haupt erinnert an die in Lagern Gestor­be­nen, das Kreuz und der Stahlhelm unter der linken Hand an die gefallenen Soldaten, die Matro­sen­mütze unter der rechten Hand an die Toten der Meere und die Trümmer unter den Füßen an die Kriegs­op­fer in der Heimat. Außerdem ist noch der Regenbogen als das Zeichen der unver­gäng­li­chen Gnade, die Taube als Symbol für die Taufe sowie Kelch und Brot für das Abendmahl zu sehen.

Train­denk­mal, Ecke Pfinztal- und Karls­burgstr.

1928 wurde das von Prof. Hermann Alker entwor­fe­ne Denkmal in Form eines Obelisken aus gelbem Sandstein eingeweiht. Es erinnert an das im Jahre 1864 gegründete 1. Badische Train-Batallion Nr. 14. 1894 zog das Batallion vom Gottesauer Schloß in die Karlsburg um. 1920 wurde es mit Inkraft­tre­ten des Versailler Vertrages aufgelöst. 1999 wurde das Denkmal durch den Bildhauer Alexander Ringwald saniert.

Markgrafen-Gymnasium, Gymna­si­um­str. 3

Im Mai 2003 wurde links vom Eingang "A" eine Gedenk­ta­fel enthüllt mit dem Text: "Zur Erinnerung an "Josef Hausmann 1919 - 1935 - Lehrer an diesem Gymnasium - 1942 ermordet in Auschwitz - pflanzten diesen Baum gemeinsam das Markgrafen - Gymnasium und die jüdische Gemeinde Bromley" . Die Idee, einen Baum zu pflanzen, stammt von der in England lebenden Tochter Hausmanns, Gertrud Roberts.

Rückseite, Karl-Weysser-Str. Hier ist eine große Sandstein­platte vor die Westseite des Schul­ge­bäu­des gehängt worden. Der Entwurf der Erinne­rungs­platte stammt von dem Künstler Weber und wurde im November 1957 enthüllt. Leider ist der Sandstein verwittert, so dass man nicht mehr alles erkennen kann. Deutlich sieht man aber eine Figur (Schutz­man­tel­ma­don­na?) zwischen deren ausge­brei­te­ten Armen die Jahres­zah­len 1914, 1915, 1916, 1917, 1918, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945 stehen. Außerdem ist zu lesen: "SEELE VERGISS SIE NICHT".

Farben-Scheuble
, Blumen­tor­str. 4
In die Fassade (links oben ) des rückwär­ti­gen Hauses sind 2 Kanonen­ku­geln und eine Platte mit dem Text: "Den 25ten Juni 1849" zur Erinnerung an das letzte Gefecht zwischen der badischen Revolu­ti­ons­ar­mee und den Preußen in Durlach, einge­mau­ert worden.

Ein weiterer Hinweis auf dieses letzte Gefecht befindet sich an der Westseite der

Obermühle
, Alte Weingar­te­ner Str. 37
Gedenk­ta­fel "Erin­ne­rung an den 25. Juni 1849 mit 2 Kanonen­ku­geln".

Sportplatz ASV Durlach, Lieben­stein­str. 1
Auf der östlichen Seite des Parkplat­zes vor der Sport­gast­stätte steht ein grauer, ca. 2 m hoher Granit­find­ling, der nach oben spitz zuläuft. In die Vorder­seite ist eine recht­e­ckige Bronze­ta­fel einge­las­sen, auf der ein Eisernes Kreuz zu sehen ist und darunter in großen Buchstaben der Text steht: "ZUM EHRENDEN ANDENKEN AN UNSERE IN DEN BEIDEN WELTKRIE­GEN 1914 - 1918 und 1939 - 1945 GEFALLENEN SPORT­KA­ME­RA­DEN".

Text: Sigrid Malz, Freun­des­kreis Pfinz­gau­museum - Histo­ri­scher Verein Durlach e.V.