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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Mahnmal für die 1940 nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden aus Grötzingen

Obermühlweg / Pfinzuferweg


Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/111 DO)

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/111 DO)



Das Mahnmal wurde von Schüle­rin­nen und Schülern des Ludwig-Marum-Gymnasiums in Berghausen gestaltet und am 16. Juli 2007 enthüllt. Das Mahnmal besteht aus einem Gussstein-Sockel, sechs Buntsand-Abbruch­stei­nen und einer Metall­ta­fel (Höhe 125 cm, Durch­mes­ser 250 cm). Die Abbruch­steine stammen von der e­he­ma­li­gen Gießerei Herrmann & Co in Grötzingen, die neben den Deut­schen Waffen- und Muniti­ons­fa­bri­ken einen hohen Anteil Zwangs­ar­bei­ter*in­nen eingesetzt hatte.

Weil das Mahnmal keine Namen der Opfer nennt, wurde am gleichen ­Tag eine Gedenk­ta­fel mit den Opfernamen am Rathaus­ne­ben­ge­bäu­de in Grötzingen angebracht.

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/111b DO)

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/111b DO)


Das Mahnmal ist eines von drei Mahnmalen in Karlsruhe, die Teil des 2002 von der Evange­li­schen Landes­kir­che in Baden und der Erz­di­özese Freiburg initi­ier­ten Mahnmal­pro­jekts zur Erinne­rung an die aus Baden depor­tier­ten Jüdinnen und Juden sind. Die beiden anderen Karlsruher Mahnmale befinden sich in der Süd­west­stadt und in Durlach. Das Projekt richtet sich an Ju­gend­grup­pen und Schul­klas­sen. Für jeden der 137 Orte in Baden, an denen vor der Depor­ta­tion einst eine jüdische Gemein­de ­be­stand, soll ein Mahnmal als identi­sches Paar gestaltet werden. Ein Mahnmal wird am Ort aufge­stellt, das zweite in das Gelän­de ­der Tagungs­stätte der Evange­li­schen Jugend in Neckar­zim­mern auf einer 25 mal 25 Meter großen Bodens­kulp­tur in Form eines Da­vid­s­terns integriert. Bislang wurden 120 Mahnmale geschaffen.


Weiterführende Informationen

Informationen zum Mahnmalprojekt in Neckarzimmern

Gedenktafel mit den Opfernamen am Rathausnebengebäude in Grötzingen

Fest­schrift zum Hundert­jäh­ri­gen Jubiläum der Erbauung der Syn­agoge in Grötzingen von Sigmund Metzger, 1899, wieder­ ­ver­öf­fent­licht von der Evange­li­schen Kirchen­ge­mein­de ­Karls­ruhe-Grötzingen durch Pfarrer Ulrich Schadt, mit einem An­hang, Karlsruhe-Grötzingen 2002. Der Reprint kann unter ­fol­gen­der Adresse aus dem Netz herun­ter­ge­la­den werden:

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20140/FS%20Groetzingen.pdf (PDF)

Links zu den beiden anderen Karlsruher Mahnmalen

Durlach: Mahnmal für die 1940 nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden

Südweststadt: Mahnmal für die 1940 nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden