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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Erinnerungsstele für die ehemalige jüdische Synagoge Grötzingen

Krumme Straße 17


Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/110 DO)

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/110 DO)


 

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/110a DO)

Aufnahme Arthur Mehlstäubler 2015 (Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/110a DO)


 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden unter na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Verant­wor­tung überall in Deutsch­lan­d ­Syn­ago­gen zerstört und in Brand gesteckt, ebenso Geschäfte und Woh­nun­gen von Jüdinnen und Juden. In Grötzingen erschien erst gegen Mittag des 10. Novembers eine Gruppe in Zivil, die in die 1799 errichtete Synagoge eindrang, Fenster und Mobili­ar ­zer­schlug und die Gebets­bü­cher und Thora­rol­len auf die Straße warf. Das Anzünden der Synagoge verhin­der­ten Nachbarn mit dem Hin­weis auf die Gefahr für ihre Häuser. Anfang 1939 wurde das Ge­bäude im Auftrag der Gemeinde verkauft und abgerissen.

Die vom Karlsruher Bildhauer Gerhard Karl Huber skulp­tu­ral ­ge­stal­tete Buntsand­steins­tele (Höhe 173 cm, Breite 55 cm, Tiefe 25 cm) wurde am 9. November 1983 enthüllt. Sie trägt den Text:

HIER / STAND DIE / 1799 / ERBAUTE UND / 1899 / UMGEBAUTE / SYNAGOGE / DER JÜDISCHEN / GEMEINDE / GRÖTZINGEN / SIE WURDE AM / 10.NOV.1938 / UNTER NATIONAL- / SOZIA­LIS­TI­SCHER / GEWALT- / HERR­SCHAFT / ZERSTÖRT


Weiterführende Informationen

Fest­schrift zum Hundert­jäh­ri­gen Jubiläum der Erbauung der Syn­agoge in Grötzingen von Sigmund Metzger, 1899, wieder­ ­ver­öf­fent­licht von der Evange­li­schen Kirchen­ge­mein­de ­Karls­ruhe-Grötzingen durch Pfarrer Ulrich Schadt, mit einem An­hang, Karlsruhe-Grötzingen 2002. Der Reprint kann unter ­fol­gen­der Adresse aus dem Netz herun­ter­ge­la­den werden:

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20140/FS%20Groetzingen.pdf (PDF)