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Karlsruhe: Stadtgeschichte

Deserteursdenkmal

Steinstraße 23, Innenhof des Gewerbehofs


Aufnahme Stadtarchiv 2021

Aufnahme Stadtarchiv 2021



Angeregt worden war das Deser­teurs­denk­mal durch den in der Frie­dens­be­we­gung und als Vorsit­zen­der der "Bundes­ver­ei­ni­gung Op­fer der NS-Militär­jus­tiz" politisch aktiven ehema­li­gen Wehr­machts­de­ser­teur Ludwig Baumann (1921-2018), der auch öfter in Karlsruhe sprach. 1990 konstru­ier­ten Karls­ru­her Ak­ti­vist*in­nen aus der Friedens­be­we­gung ein Denkmal aus Be­ton­guss und Stahl mit einem umgedreh­ten Stahlhelm, Mili­tärs­tie­fel­spu­ren und einem zerbro­che­nen Gewehr, das Symbol der 1921 gegrün­de­ten pazifis­ti­schen War Resis­ter­s' In­ter­na­tio­nal.

Es wurde am 5. Mai 1990 auf dem Marktplatz enthüllt und fand nach der Weigerung der Stadt Karlsruhe, einen Standort im öf­fent­li­chen Raum zur Verfügung zu stellen, einen vorläu­fi­gen ­Platz im Gewerbehof. Das Boden­denk­mal wurde 2005 durch das Frie­dens­bünd­nis Karlsruhe und den Träger­ver­ein des Gewer­be­ho­fes sa­niert, durch einen gemauerten Sockel erhöht und die Tafel mit der Inschrift hier lebte ein mann, / der sich geweigert hat, / auf seine mitmenschen zu schießen. / ehre seinem andenken. / kurt tucholsky, für die deserteure erneuert.


Weiterführende Informationen

Zur Geschichte des Karlsruher Deserteursdenkmals